IBM-Partner SAS vergißt Red Hat nicht

Viya wandert in die Clouds

Der amerikanische Software-Konzern SAS will „Advanced Analytics“ dorthin bringen, wo die Kunden ihre Daten speichern – und bietet im Rahmen seiner Partnerschaft mit Microsoft seit November Viya auf Azure an. Jetzt geht man einen Schritt weiter und unterstützt künftig auch Cloud-native-Anwendungen auf Amazon Web Services sowie Google Cloud. Noch 2021 soll Red Hat Openshift folgen.

Jay Upchurch, CIO von SAS

Jay Upchurch, CIO von SAS: „Analytics in der Cloud ist das, was unsere Kunden wollen!“

„Analytics in der Cloud ist das, was unsere Kunden wollen“, wird Jay Upchurch, CIO von SAS, in der Presseinformation zitiert. Er will nun auf der gemeinsamen Pionierarbeit mit Microsoft aufbauen. „Wir respektieren […] die Entscheidung unserer Kunden, andere Cloud-Anbieter zu wählen. So sorgen wir dafür, dass sie ihre bereits erfolgten Cloud-Investitionen nutzen können, um ihre analytischen Ziele zu erreichen.“ Laut Upchurch läuft die SAS Cloud auf Microsoft Azure und hat im ersten Quartal 2021 ein Wachstum von 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnet.

Zu den Kunden, die bereits mit Viya in der Cloud arbeiten, gehören laut Hersteller Axcess Financial, Banca Progetto, Center for Nonprofit Management, COPD Foundation, Gavilon Group, Georgia-Pacific, Orlando Magic und die University of Texas at Arlington.

Mit IBM arbeitet SAS bereits seit der Firmengründung im Jahr 1976 zusammen – zunächst auf dem Mainframe. Die Power-Systems und IBM Storage sind seit den 90er Jahren ein wichtiger Teil dieser Zusammenarbeit. Zwar wird IBM i von Viya (noch?) nicht nativ unterstützt, aber seit November 2019 zusätzlich zu SAS on AIX auch Viya 3.5 auf Power-Systemen unter Red Hat Linux. Die Partnerschaft zielt darauf ab, die Kunden bei der Modernisierung ihrer Analyseumgebungen zu unterstützen, während sie beginnen, ML/DL- und KI-Workloads mit Viya zu implementieren.

Viele Analytik-Workloads sind mittlerweile geschäftskritisch und erfordern flexible Kapazitäten sowie stringente Kostenkontrolle - alles differenzierende Attribute der Power-Plattform. Die populärsten Viya-Produkte sind daher bereits unter Linux auf den Power-Systemen verfügbar und sollten nach Einschätzung der Hersteller die Anforderungen der meisten Implementierungen erfüllen können. Zusätzliche, weniger häufig verwendete Produkte können bei Bedarf auf Anfrage verfügbar gemacht werden, heißt es offiziell. Hier die aktuelle Liste der Viya-Produkte für IBM Power. Die Viya-Produkte können also unter Linux neben AIX und IBM i auf der gleichen Infrastruktur eingesetzt werden. Es gibt nur eine Einschränkung: Viya erfordert die neueste Generation der Power-Prozessoren – also Power9 oder in Zukunft Power10.

Bildquelle: SAS

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