Laservault erreicht mit IBM-i-Servern Datenraten von bis zu 550 MB pro Sekunde bei Single-Threaded-Backups.
Falconstor verspricht es, Cobalt Iron verspricht es, IBM schon lange und jetzt verspricht es auch der US-Hersteller Laservault: Protectier-Kunden bei der erfolgreichen Migration ihrer „Virtual Tape Library“ (VTL) zu unterstützen. „Als Replacement in Unix,- Linux- und Windows-Umgebungen empfiehlt IBM in der Regel das Spectrum Protect – als softwaredefinierte Lösung der Wahl für die Datendeduplizierung“, heißt es von IBM offiziell auf Anfrage von DV-Dialog. Für IBM-i-Umgebungen biete man die VTL-Produkte des US-Herstellers Dynamic Solution International an, der sich auf die Umgebungen IBM i, Unisys Clearpath und Open Systems fokussiert hat.
Ebenfalls seit AS/400-Zeiten in der Midrange-Welt aktiv ist der in Tulsa/Oklahoma beheimatete Hersteller Laservault. Der bringt seine Produkt ViTL ins Spiel, vor allem für solche IT-Chefs, die mit dem Umfang und/oder der Geschwindigkeit ihrer Datensicherung Probleme haben. Die virtuelle Bandbibliothek ViTL läuft auf einem Windows-Server, der zwischen den IBM-i-Server und einen RAID10-Plattenspeicher geschaltet wird und die IBM-i-Daten dort mit einer Rate von bis zu 550 Megabyte/s sichern kann. Damit übertrifft man die aktuell verfügbaren Datenraten der LTO8-Laufwerke (360 MB/s) – und auch die 400 MB/s der kommenden 9. LTO-Generation.
Möglich wird das, weil ViTL mehrere LTO-Bandlaufwerke emuliert, auf denen dann die Sicherungen von Tools wie BRMS oder Robot/Save parallel erstellt werden können. Mit individuell zusammengestellten Backup-Jobs sind nach Firmenangaben zwischen 350 und 450 MB/s realistisch; es hänge von der Performance des Servers ab, welche Backup-Geschwindigkeit erzielt werde. Das Band sei nicht mehr der Engpass. Deshalb komme man für eine gegebene Backup-Workload oft mit der Hälfte der Bandlaufwerke aus – oder könne das Backup-Fenster deutlich verkürzen.
„Die Ablösung von Protectier muss nicht kompliziert sein“, verspricht Laservault auf der Homepage. Der Übergang zu ViTL könne ohne Unterbrechung des laufenden Betriebs erfolgen – und bereits vorhandene Backup-Routinen lassen sich einfach weiter verwenden.
IBM hatte bereits am 13. Februar 2018 verschiedene Protectier-Produkte abgekündigt. Der Verkauf der Geräte wurde dann im Juni 2018 eingestellt, der Support für die Geräte soll Ende November 2020 auslaufen.
Bildquelle: Laservault