Infinidat kündigt Programm zur Datenrettung für IBM-Storage-Kunden an

Was wird aus dem Support für A9000/R und XIV?

Infinidat, israelischer Anbieter von Multi-Petabyte-Datenspeichern mit Niederlassung in München, stellte jetzt sein Datenrettungsprogramm für IBM-Kunden vor, die wegen der Reorganisation des „Storage Innovation Centers“ in Tel Aviv besorgt sind. Im Zuge dieser Reorganisation wurden auch lange Jahre für IBM tätige Experten entlassen, die den Kundensupport für Speichersysteme wie A9000/R oder XIV sichergestellt haben.

Bildquelle: Infinidat

Im Rahmen der neuerlichen Entlassungswelle feuert IBM auch Dutzende von Mitarbeitern im Forschungs- und Entwicklungszentrum Tel Aviv. Diese Entlassungen sind Berichten aus Israel zufolge eine Konsequenz der IBM-Pläne, den Support für Speicherprodukte wie XIV Gen3 im Oktober 2019 einzustellen. Infinidat entwickelte das Programm laut Vertriebsleiter Berthold Höflich deshalb „als Reaktion auf eine Vielzahl von Anfragen von IBM-Kunden hinsichtlich des wachsenden Drucks, von High-End- zu Low-End-Storage überzugehen.“

Viele IBM-Kunden vor dem Absprung?

Mit einer kostenfreien und risikolosen Migration auf das eigene Produkt Infinibox will Infinidat der Unsicherheit begegnen. „Derzeit sind viele IBM-Storage-Kunden auf die Suche nach einer Exit-Strategie“, beobachtet Höflich – und verspricht einen „schnellen und zuverlässigen Storage im Petabyte-Bereich zu fairen Kosten. Wir hoffen, künftig auch Storage-Kunden von IBM damit unterstützen zu können.“

Im Rahmen des Programms hat jeder IBM-Kunde weltweit mit einem laufenden Support-Vertrag für A9000/R, XIV oder andere IBM-Speichersysteme Anspruch auf eine kostenlose Datenmigration auf die Infinibox. Das Infinibox-FLX-Programm umfasst auch Pay-as-you-go-Preismodelle, eine hundertprozentige Verfügbarkeitsgarantie und eine kostenlose Aktualisierung der Hardware alle drei Jahre – und das auf Lebenszeit.

Auch ein Cap-Ex-Modell mit Capacity-on-Demand

Für Kunden, die Storage-System erwerben möchten, bietet Infinidat auch ein Cap-Ex-Modell mit Capacity-on-Demand an. Kunden können damit je nach Bedarf sofort Kapazität nutzen und erst später dafür bezahlen. Um Risiken weiter zu minimieren, stellt Infinidat auch die Datenmigrationsdienste für die InfiniBox oder die InfiniBox FLX für die meisten Installationen ohne Aufpreis zur Verfügung.

Das Unternehmen Infinidat wurde 2011 vom IBM-Fellow Moshe Yanai gegründet, kurz nachdem er sein Unternehmen XIV im Jahr 2008 für schätzungsweise 300 Mio. Dollar an IBM verkauft hatte. Zuvor war Yanai einer der geistigen Väter der Speicherfamilie Symmetrix von EMC. Mit Infididat vermarktet er jetzt Software-orientierte Speicherarchitektur, um eine Revolution im Daten-Management einzuläuten.

Erklärtes Ziel ist es, den den Konflikt aus widersprüchlichen Anforderungen an Speicherlösungen – größer, schneller und kostengünstiger – aufzulösen. Mit seiner Technologie verspricht Yanai nicht nur eine Latenzzeit von weniger als einer Millisekunde, sondern auch eine fast hundertprozentige Zuverlässigkeit („von sieben Neunen“) und eine Hyperscale-Kapazität bei deutlich geringeren Gesamtbetriebskosten im Vergleich zu herkömmlichen Storage-Technologien.

Bildquelle: Infinidat

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