IBM hat erste „Program Temporary Fixes“ (PTFs) für das Betriebssystem IBM i veröffentlicht, obwohl die eigentlich erst für den 12. Februar avisiert waren. Sie werden als „Workarounds“ und zur „Schadensminderung“ positioniert – für die als „Spectre“ und „Meltdown“ bekannt gewordenen spektakulären Sicherheitslücken (Common Vulnerabilities and Exposures, CVEs) CVE-2017-5715, CVE-2017-5753 (beide als „Spectre“ bekannt ) und CVE-2017-5754 („Meltdown“) bei den aktuell noch gewarteten Betriebssystem-Releases 7.1, 7.2 und 7.3.
Diese Fixes für das Betriebssystem können laut IBM unabhängig von den entsprechenden Firmware-Patches für die Power-Hardware installiert werden. Jedoch werden beide Patches benötigt, um das Risiko durch diese Schwachstellen zu senken. Die PTF-Nummern der aktuellen Fixes lauten: MF64553 (für i 7.1), MF64552 (für i 7.2) und MF64551 (für i 7.3).
Eine schnelle Entwarnung ist demnach nicht in Sicht; bis wann IBM i wieder sicher sein soll, gab der Hersteller noch nicht bekannt. „IT-Sicherheit ist ein Langzeitprojekt. Meltdown und Spectre sind nur eine Station auf einer langen Reise“, sagt etwa IT-Experte Anders Fogh von G Data. In modernen Prozessoren arbeiteten mehr als drei Milliarden Transistoren. „Das sind etwa tausendmal mehr Teile als in der Saturn V Rakete, die Menschen zum Mond gebracht hat.“ Wenn in so komplexen Umgebungen nicht noch weitere Unzulänglichkeiten entdeckt werden würden, wäre das sehr ungewöhnlich. „In den wenigsten Fällen werden sie jedoch so gravierende Konsequenzen haben wie Spectre und Meltdown.“
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