Bechtle und IBM bauen ihre Partnerschaft aus

Weitere Zusammenarbeit bei „Managed Services“

Lange pfiffen es die Spatzen von den Dächern – heute wurde es offiziell: Bechtle und IBM haben einen Vertrag über eine Zusammenarbeit im Bereich „Managed Services“ geschlossen. Die zuständige Bundeskartellbehörde hat hierfür ihre Zustimmung erteilt. Zum 1. April 2019 wechseln nun gut 350 Mitarbeiter von IBM zu Bechtle.

Bechtle-Manager Jörg Öynhausen

Bechtle-Manager Jörg Öynhausen verspricht zukunftsorientierte und sichere RZ- und Infrastruktur-Services.

Damit wird die langjährige Partnerschaft beider Unternehmen weiter ausgebaut. Im Rahmen der Vereinbarung übernimmt Bechtles Geschäftsbereich „Onsite Services“ nunmehr Infrastrukturdienstleistungen im Auftrag von IBM Deutschland, was die Managed-Services-Aktivitäten des Systemhauses mit Hauptsitz in Neckarsulm erweitert.

Lange Verhandlungen

Die lange verhandelte Vereinbarung sieht vor, dass gut 350 Mitarbeiter von IBM auf Basis von Betriebsteilübergängen gemäß § 613a BGB zur Bechtle Onsite Services GmbH wechseln sollen. Über diesen Plan hatte die Wirtschaftswoche bereits vor einem Jahr berichtet.

Nun steht fest: Die Mitarbeiter werden bei unterschiedlichen Kunden vor Ort oder an Standorten von IBM in Deutschland tätig sein und Dienstleistungen im Bereich Design, Beratung und Betrieb von Applikationen und RZ-Services erbringen. Dabei bleibt IBM ihren Kunden gegenüber in der Vertragsverantwortung. „Kunden profitieren so vom breiteren lokalen Netzwerk der Bechtle Gruppe sowie von der technologischen und internationalen Kompetenz von IBM“, heißt es in der Pressemitteilung.

Langjährige Erfahrung

Im Bereich „Managed Services“ hält Bechtle nach eigenen Angaben bereits über 19.000 Serviceverträge und betreut mehr als eine Million IT-Arbeitsplätze bei mittelständischen Kunden, Konzernen und öffentlichen Auftraggebern.

„Wir freuen uns, die sehr erfolgreiche Partnerschaft mit IBM weiter ausbauen zu können“, sagt Jörg Öynhausen, Geschäftsführer, Bechtle Onsite Services GmbH. „Für unsere gemeinsamen Kunden bietet diese Erweiterung die Basis für stabile, verlässliche Partnerschaften auf der Grundlage von zukunftsorientierten und sicheren Datacenter- und Infrastruktur-Services.“ Bereits seit 34 Jahren seien beide Unternehmen durch „exzellente Geschäftsbeziehungen“ verbunden, denn Neckarsulmer gehörten in den 1980er-Jahren zu den ersten Systemhauspartnern von IBM in Deutschland.

Der nun geschlossene Vertrag ist der dritte seiner Art zwischen diesen beiden Partnern. So wechselten 2005 bereits über 100 Mitarbeiter aus dem Bereich Strategic Outsourcing von IBM zu Bechtle, 2013 waren es über 50 aus der Sparte IBM Business Services.

Die Bechtle AG ist mit rund 70 IT-Systemhäusern in Deutschland, Österreich und der Schweiz aktiv und zählt mit E-Commerce-Gesellschaften in 14 Ländern zu den führenden IT-Unternehmen in Europa. Gegründet 1983, bedient der Konzern mit Hauptsitz in Neckarsulm derzeit mit über 10.000 Mitarbeitern mehr als 70.000 Kunden aus den Bereichen Industrie und Handel, öffentlichem Dienst sowie Finanzmarkt. 2017 lag der Umsatz bei rund 3,6 Mrd. Euro. Die Geschäftszahlen 2018 veröffentlicht Bechtle am kommenden Freitag.

Update: Der Umsatz wuchs 2018 im Jahresvergleich um rund 21 Prozent auf 4,3 Mrd. Euro, meldete Bechtle heute. Ein Teil davon ist auf den Zukauf des französischen Online-Händlers Inmac Wstore zurückzuführen. Aber auch ohne Akquisitionen hätte das Wachstum bei 15,8 Prozent gelegen, heißt es aus Neckarsulm. In der Mitte Dezember veröfftentlichten "Vision 2030" werden bis zum Jahr 2030 die Kennzahlen "zehn Milliarden Euro Umsatz" und eine "EBT-Marge von fünf Prozent" angestrebt.

Bildquelle: Bechtle

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