Abschied vom Storage-Geschäft mit Intelliflash und Activescale angekündigt

Western Digital fokussiert RZ-Storage

Western Digital will sich im Speichergeschäft auf Fabric-basierte Rechenzentrums-Speicherinfrastrukturen und -plattformen fokussieren. Demzufolge wurde jetzt das Intelliflash-Geschäfts an DDN verkauft – und für die Objektspeicherplattform Activescale werden „derzeit strategische Optionen“ geprüft.

  • Western Digital konzentriert sich künftig auf Speicherinfrastrukturen im RZ.

  • Nach der Ankündigung des Verkaufs von Intelliflash werden nun „strategische Optionen“ für die Objektspeicherplattform Activescale geprüft.

Ende vergangener Woche gab die Western Digital Corporation eine endgültige Vereinbarung über den Verkauf ihres Intelliflash-Geschäftes an DDN bekannt, einen Anbieter von Künstlicher Intelligenz (KI) und Multi-Cloud-Datenmanagement. Darüber hinaus haben beide Firmen vereinbart, ihre bestehende Partnerschaft durch eine mehrjährige strategische Beschaffungsvereinbarung auszubauen. Im Rahmen dieser Vereinbarung wird DDN die Abnahme von Festplatten- und SSD-Systemen von Western Digital erhöhen.

Die Ankündigung ist Teil des Plans von Western Digital, den Geschäftsbereich „Storage Systems“, der aus Intelliflash und Activescale besteht, aufzugeben. Nach der Ankündigung des Verkaufs von Intelliflash werden nun „strategische Optionen“ für die Objektspeicherplattform Activescale geprüft, heißt es aus dem kalifornischen San Jose. In dem Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung wurde kurz zuvor, am 10. September, der Kauf von Kazan Networks bekanntgegeben, mit dem das Dateninfrastruktur-Portfolio mit Fabric-Unterstützung erweitert werden soll, einschließlich der Plattform Openflex, die erst im vergangenen Jahr lanciert worden war.

Diese Maßnahmen sollen es dem Hersteller ermöglichen, sein Portfolio an Speicherplattformen aus dem Kerngeschäft des Geschäftsbereichs Rechenzentrumssysteme mit Openflex und Fabric-Attached-Storage-Technologien, zu optimieren. Auch die Bereiche Storage-Plattforms (Sandisk & Co.) sowie Data-Center-Drives mit der Produktlinie Ultrastar werden weitergeführt. Zu diesem Bereich gehört auch die Tochter HGST (früher Hitachi Global Storage Technologies), die am 1. Januar 2003 aus dem Zusammenschluss der Festplattensparten von IBM und Hitachi entstanden war und 2011 für 4,3 Mrd. Dollar durch WD übernommen worden war. Diese Restrukturierung ist im Zusammenhang mit dem knallharten Wettbewerb im Storage-Markt zu sehen, der von dem Trio WD, Seagate und Toshiba dominiert wird.

„Der Blick in die Zukunft zeigt, dass eine Skalierung und Beschleunigung der Wachstumschancen für Intelliflash und Activescale zusätzlichen Managementaufwand und Investitionen erfordern, um den langfristigen Erfolg sicherzustellen", begründete Mike Cordano, Präsident und Chief Operating Officer bei Western Digital, diese Entscheidung. „Durch die Neuausrichtung unserer Ressourcen für Rechenzentrumssysteme auf unser Geschäft mit Speicherplattformen sind wir zuversichtlich, dass das Portfolio von Western Digital dahingehend besser positioniert sein wird, um bedeutende Chancen ergreifen zu können und die langfristige Wertschöpfung voranzutreiben."

„DDN verfügt über fundiertes technisches Fachwissen und Fähigkeiten in leistungsstarken sowie skalierbaren Datenumgebungen und ist gut positioniert, um den Geschäftserfolg auszubauen und zu beschleunigen", sagte Phil Bullinger, Senior Vice President & General Manager des Geschäftsbereichs Data Center Systems bei Western Digital. „Wichtig ist, dass sowohl Western Digital als auch DDN in den Bemühungen für einen reibungslosen Übergang für alle Beteiligten übereinstimmen. Western Digital wird weiterhin einer der größten Anwender von Intelliflash-Lösungen sein – und Kunden werden weiterhin erstklassigen Service und Support erhalten."

Bildquelle: Western Digital

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