HPE verspricht höchste All-Flash-Effizienz im Markt

Wettlauf zum Speichergipfel

Kurz nach dem Powermax-Announcement von Dell EMC hat heute auch Hewlett Packard Enterprise (HPE) die nächste Generation seiner Speicherplattform Nimble angekündigt. Sie ist mit maximal 1.185 TB nutzbarer Speicherkapazität ab sofort verfügbar und verspricht die dreifache Leistung zum gleichen Preis wie bisher. Genau wie Dells neue Powermax-Familie ist jetzt auch Nimble für die Technologien NVMe und Storage Class Memory (SCM) vorbereitet.

Die neuen adaptiven Flash-Arrays der Marke Nimble Storage gibt es mit „Store-More-Garantie“.

Die neuen adaptiven Flash-Arrays der Marke Nimble Storage gibt es mit „Store-More-Garantie“.

HPE garantiert seinen Kunden, dass die neue Nimble-Generation die beste Speichereffizienz unter allen All-Flash-Arrays bietet. Das behauptet auch Dell EMC von Powermax, wobei hier zum Vergleich das IBM-Flashsystem A9000R herangezogen wurde, während HPE absolut argumentiert – und ja auch erst nach Dell angekündigt hat.

Die „Store-More-Garantie“

Durch die sogenannte „Store-More-Garantie“ will HPE auf jeden Fall gewährleisten, dass Kunden mit der neuen Speichergeneration mehr Daten pro Terabyte Rohkapazität speichern können als auf All-Flash-Arrays anderer Anbieter. Sollte man dazu mit dem System nicht in der Lage sein, werde HPE den zusätzlichen Speicher kostenlos bereitstellen. Erst im vergangenen Jahr hatte HPE den kalifornischen Speicherhersteller Nimble übernommen, ähnlich wie zuvor die Firma 3Par bereits im Jahr 2010 – übrigens nach einem Bieterwettstreit mit dem US-Konzern Dell, der dann 2015/2016 gleich den Storage-Marktführer EMC aufkaufte.

„Unsere Kunden legen viel Wert auf effiziente Speicherkapazität. Deshalb sind wir stolz, als erster Anbieter eine Garantie anzubieten“, sagte Milan Shetti, General Manager für Storage bei HPE. Diese Garantie sei ein weiteres Alleinstellungsmerkmal neben der Predictive-Analytics-Suite Infosight, die Infrastrukturproblemen vorbeugt bevor sie akut werden. Und der Einsatz von NVMe und SCM sei für die Kunden ohne aufwändige Aufrüstungen für diese neuen Technologien möglich.

Die Storage-Arrays der Produktfamilie 3Par Storeserv bieten dabei bis zu 6 Petabyte Rohkapazität und können maximal 1.920 Laufwerke und 24 bis 160 Ports unterstützen. In allen Hybrid-Modellen sind RAM, Flash-Cache und SSD sowie SAS-Festplatten verbaut. Laut Firmensprecher P neuen Storage All-Flash Arrays der Nimble-Familie bieten wie die vorherige Generation 99,9999 Prozent Verfügbarkeit und bis zu 220 Prozent mehr Leistung zum gleichen Preis.

Storage Class Memory

Die neue Speicherplattform Nimble sei für den Einsatz von „Storage Class Memory“ (SCM) und der treiberlosen Schnittstellentechnologie „Non-Volatile Memory Express“ (NVMe) zum Anschluss nichtflüchtiger Massenspeicher (Flash bzw. Solid State Disk, SSD) „vorbereitet“, heißt es in der Presseinformation, „um die Investitionen der Kunden langfristig zu schützen“.

Beides verbessert die Latenz, beispielsweise für Echtzeit-Analytics-Anwendungen. Erst kürzlich wurde SCM mit dem HPE-Speichersystem 3Par Storeserv demonstriert. Mit der heutigen Ankündigung haben sowohl 3PAR- als auch Nimble-Nutzer Zugriff darauf, was die Latenz im Vergleich zur klassischen Technologie laut HPE um den Faktor 10 senkt.

NVMe im Storage Array alles andere als neu

NVMe im Storage Array ist allerdings bei Leibe nichts Neues, denn Pure Storage, Netapp sowie kleinere Hersteller wie Excelero, E8 Storage, Pavilion Data Systems oder Apeiron Data System versprechen den Support für NVMe schon länger. IBM allerdings hat in Sachen NVMe noch nichts angekündigt; allerdings gab es im vergangenen Dezember auf dem AI Summit in New York eine Demonstration („Technology Preview“) mit einem Power9-Server, der über NVMe-over-Fabrics Infiniband mit einem IBM-Flashsystem 900 arbeitete.

Die neuen adaptiven Flash-Arrays der Marke Nimble Storage vereinen hybride und sekundäre Flash-Technologie in einem einzigen Array. Sie unterstützen nun die Inline-Deduplizierung mit variablen Datenblöcken und sind damit laut HPE-Sprecher Patrik Edlund „mit großem Abstand die effizientesten ‚Hybrid Arrays‘ in der Branche“. Das Speichersystem sei für gemischte primäre Workloads konzipiert, bei denen eine kosteneffiziente Flash-Leistung wichtig sei, fungiere aber auch als sekundäres Flash-Array für Backup und Disaster Recovery und ermögliche es Kunden außerdem, Workloads wie Qualitätssicherung, Testumgebungen und Reporting auszuführen.

Anders als Powermax (in Form eines Device-Typs D910-099) sind die Storage-Arrays 3Par und Nimble nicht direkt an das IBM Power System i anschließbar, sondern nur indirekt über den virtuellen I/O-Server (VIOS) oder den IBM SAN Volume Controller (SVC). Diese drei Wege sind erforderlich, um die vom Betriebssystem IBM i beim Plattenzugriff verwendeten 520 Byte großen Datenblöcke auf die bei Midrange-Speichern üblichen 512 Byte abzubilden. Das geschieht über das Protokoll „Virtual“ SCSI entweder im VIOS oder im SVC.

Bildquelle: HPE

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