Floréac nutzt Digitalkameras bei der Warenausgangskontrolle

Wie Bilder den Pflanzenversand dokumentieren

Dank automatischer Warenausgangskontrolle seiner Pflanzen-Transportkarren garantiert der belgische Pflanzenexporteur Floréac fehlerfreie Lieferungen, reduziert die Zahl der Beschwerden von Kunden und halbiert den Betrag seiner Gutschriften.

Der Versand erfolgt ein bis drei Mal pro Woche von Lochristi (Belgien) aus

Topfpflanzen werden nicht auf Paletten, sondern auf Transportkarren an Kunden geliefert. Bei Floréac laufen diese Transportkarren intern über eine Kettenförderanlage mit RFID-Technologie durch das gesamte Distributionszentrum. Mit einem Volumen von 25 bis 35 Auftragspositionen pro Karren und einem Spitzendurchsatz von 12.000 bis 14.000 Auftragspositionen pro Tag würden regelmäßig menschliche Fehler im logistischen Ablauf auftreten. „Wir haben manchmal Auftragspositionen in Rechnung gestellt, die gar nicht geliefert wurden“, sagt Dirk Criel, Logistikplaner bei Floréac.

Damit fehlerfreie Lieferungen, einschließlich eines korrekten Lieferscheins pro Transportkarren, garantiert werden können, wurde eine schnelle und effiziente Lösung für die Warenausgangskontrolle der fertigen Transportkarren gesucht.

Kein manuelles Scannen der Kommissionieretiketten

Anfangs wurde das manuelle Scannen der Kommissionieretiketten als Möglichkeit in Erwägung gezogen. Es war jedoch schnell klar, dass dies aufgrund der großen Anzahl an Auftragsposi­tionen zu zeitaufwendig und auch zu teuer wäre. Der Hersteller Zetes empfahl seine automatisierte Lösung für die Warenausgangskontrolle auf Basis der Vision-Technologie, um zu überprüfen, ob die richtigen Produkte auf den richtigen Transportkarren sind.

Dazu werden die Kommissionier­etiketten (die mit 2D-Barcode versehen sind und den Auftragspositionen der Aufträge entsprechen) während der Kommissionierung vorne am Karren auf eine Tafel geklebt. Alle überprüften Transportkarren werden vom Ketten­förderer an die richtige Laderampe befördert, wo für jeden Transport­karren ein Lieferschein gedruckt wird; das Vision-System ist als Schnittstelle in diese Kette integriert. Die Bilder der Transportkarren werden im Vorbeifahren erfasst, wobei der Logistikprozess nie verzögert oder unterbrochen wird.

Das System nimmt zwei Bildsätze von jedem fertigen Transportkarren auf: Der erste Satz besteht aus einem Bild des fest angebrachten, eindeutigen 2D-Barcodes des Transportkarrens, das mit dem Bild aller 2D-Kommissionieretiketten verknüpft wird, die sich vorne am Transportkarren auf einer Tafel befinden. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass alle Auftragspositionen auf dem Transportkarren (Blumentöpfe, Pflanzenschalten usw.) mit der ID des Transportkarrens verknüpft werden.

Diese Informationen werden dann im SAP-System von Floréac erfasst, das überprüft und bestätigt, dass alle Kommissionieretiketten Teil derselben Lieferung sind. Ist dies nicht der Fall, wird ein Fehlerbericht für den zuständigen Mitarbeiter gedruckt, sodass dieser den Fehler korrigieren kann. Ein zweiter Satz von Farbbildern dient als visueller Nachweis, sollte dies wirklich einmal erforderlich sein – hinsichtlich Menge der Pflanzen, Farbe und Zustand.

„Die Einführung der automatisierten Warenausgangskontrolle hat sich beträchtlich auf die in Rechnung gestellten, aber nicht gelieferten Artikel ausgewirkt, und zwar in einem Ausmaß, dass sich der Betrag für ­Gutschriften mehr als halbiert hat“, sagt Criel. „Und bei Diskussionen mit Kunden über Qualität, richtige Farbe oder Größe der Pflanzen liefern diese Bilder den ultimativen Nachweis für den Qualitätsmanager und die ­Verkäufer.“

Über Floréac

Floréac bietet mit etwa 100 Mitarbeitern in ganz Europa ein vollständiges Sortiment an Topfpflanzen an – Pflanzen für innen und außen, Blüten- und Grünpflanzen. Der Versand an die Kunden – überwiegend Gartenzentren, Baumärkte und Großhändler – erfolgt ein bis drei Mal pro Woche vom Distributionszentrum in Lochristi (Belgien) aus.

www.floreac.com

www.zetes.de

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