Immer mehr Unternehmen greifen bei der Planung von neuen Anlagen oder bei deren Erweiterung bzw. Verbesserung auf die Unterstützung eines „Digitalen Zwillings“ zurück. Dieser aktuelle Trend soll den derzeitigen Fortschritt vorantreiben, steckt aber an manchen Stellen selbst noch in der Forschung.
Gerade in der Planungsphase eines neuen Logistikbetriebs kann die genaue Einstellung der verschiedenen Parameter ein großer Vorteil sein. Hier zeigen sich die Möglichkeiten eines Digitalen Zwillings, der ein virtuelles Abbild der geplanten Anlage darstellt. In der Planungs- und Realisierungsphase dient er der genauen Abstimmung – und auch im späteren Lebenszyklus der neuen Anlage bietet er viele Einsatzmöglichkeiten.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 5-6/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Dank visueller Darstellung lassen sich Lösungsansätze besser anpassen. Digitale Zwillinge können im ersten Schritt ein dauerhaft detailgetreues Abbild der physischen Anlage sein, etwa in Form eines virtuellen 3D-Modells, und im nächsten um die eigentlichen logistischen Abläufe erweitert werden. Hier geht es um dynamische Eigenschaften und betriebliche Aspekte der Produktion, etwa der Wiedergabe von Materialfluss oder der Anlieferung bzw. des Versands der Ware.
Während das 3D-Modell den Betreibern einen ersten Einblick in das Projekt ermöglicht und für Baufirmen einen detailgenauen Plan zur Realisierung bietet, kann durch Übernahme der Abläufe eine funktionierende Testanlage im digitalen Raum entstehen. Diese Installation gibt Software-Entwicklern dank identischen Aufbaus und Materialflusses eine perfekte Basis für die Überprüfung der Leistungsfähigkeit des physischen Betriebs. Hier bietet sich oft auch die Chance, Materialflussrechner oder Lagerverwaltungssysteme vor dem Einbau in die Anlage intensiv zu testen.