Aart Slagt, CIO der Fluglinie: „Die neue Software ist in unsere KI- und Digitalisierungsstrategie eingebettet“.
Wer zur Crew dieses Flugzeugs gehört, hat eine KI-Lösung aus Aachen ermittelt.
Das cloudbasierte KI-System soll eine eigenentwickelte Software von KLM ablösen und als eines der zentralen Elemente der operativen Prozesse in die IT-Landschaft der Airline integriert werden. Die Software soll dafür das Regelwerk des niederländischen Arbeitszeitgesetzes ebenso abbilden wie die vielschichtigen und dynamischen Betriebsvereinbarungen der Belegschaft der Airline und beides mit einem hohen Grad an Automatisierung in die saisonale und kontinuierliche Schichtplanung einbeziehen.
Bisher erfolgte die Personaleinsatzplanung über ein inhouse entwickeltes Planungsmodul, mit dem pro Geschäftsbereich zweimal im Jahr die Schichtpläne aktualisiert wurden. Mit der neuen Software soll diese Planung künftig zentral und mittels KI optimiert erfolgen, in weiten Teilen automatisiert werden und die saisonal variierenden Bedarfe und individuellen Anforderungen der unterschiedlichen Bereiche genauer und flexibler abdecken als bisher.
Die Einführung der neuen Software sei „in unsere KI- und Digitalisierungsstrategie eingebettet“, sagte Aart Slagt, CIO der Fluglinie. Alle relevanten Planungsparameter – wie etwa Gesetze, Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen, Arbeitszeitmodelle, unterschiedliche Anforderungen an das Schichtsystem in den verschiedenen Einsatzbereichen oder Qualifikationen der Mitarbeiter – sollen berücksichtigt werden, so Dr. Jörg Herbers, Geschäftsführer in Aachen.
Aus einer unüberschaubaren Vielzahl möglicher Pläne extrahieren die KI-Verfahren dann einen Plan, der all diesen Rahmenbedingungen automatisch Rechnung trägt. Verschiedene, bereits bei KLM etablierte Tools werden im Laufe des Projekts an Workforce Plus angebunden.
„Mit unserer KI-Technologie sind wir in der Lage, die komplexen und variantenreichen Anforderungen eines Großunternehmens und regional geltender Bestimmungen individuell zu berücksichtigen“, sagt Herbers. „Auch bei KLM nehmen wir dafür Anpassungen an unseren Optimierungsverfahren vor, um die spezifischen Rahmenbedingungen in Schiphol abzubilden.“
Bildquelle: KLM