Nutzfahrzeughersteller erweitert das ERP-System um BI- und SCM-Plattform

Wie Schwarzmüller die Prozesse steuert

Die österreichische Schwarzmüller-Gruppe realisiert die Vision einer einheitlichen Plattform für die Unternehmenssteuerung – und erweitert dazu das ERP-System Psipenta der Berliner PSI Automotive & Industry GmbH, zum Beispiel um Fabasoft Approve für resilientes Supply-Chain-Management oder um die BI-Plattform von Board International.

Schwarzmüller-Trailer im Einsatz

Schwarzmüller, mit rund 2.500 Beschäftigten einer der größten europäischen Anbieter für gezogene Nutzfahrzeuge, will mit der Board-Software seine kompletten Reporting- und Planungsprozesse abbilden und so die Digitalisierung im Controlling vorantreiben. Auslöser für das Projekt war, dass das bisher genutzte Controlling-Tool der IBM nicht mehr weiterentwickelt wird.

„Nach einer ausführlichen Markt-Sichtung erkannten wir schnell, dass es wenige Lösungen am Markt gibt, die Analyse, Reporting und Planung so konsequent integrieren wie Board“, erklärt Monika Gruber, die das Konzern-Controlling bei Schwarzmüller leitet. Dieser Aspekt in Kombination mit Workflow-Management, Self-Service-Komponenten, Rückschreibe-Möglichkeiten in Vorsysteme sowie ein gelungener Proof of Concept, den MCG als Implementierungspartner realisierte, überzeugten den Fahrzeughersteller.

Verlässliche Datenbasis

„Es ist eine Herausforderung, ein solches Projekt während der Corona-Krise zu starten“, sagt Gruber. Unser erstes Ziel war die Abbildung unserer Finanz- und Vertriebskennzahlen, wie z.B. Auftragseingänge, Marktdaten und Angebote.“ Dieses Teilprojekt sei gerade erfolgreich abgeschlossen worden, wobei die Mannheimer MCG GmbH „wertvolle Anregungen sowie Best Practices eingebracht“ habe.

Langfristig will Monika Gruber mit ihrem Team, das bereits jetzt durch Coaching intensiv an der Implementierung von Board mitwirkt, das Thema Planung angehen: In Zukunft will sie einen sicheren, workflow-gesteuerten Planungsprozess implementieren, denn „mit unserer neuen Lösung haben wir ein transparentes, verlässliches Zahlenkonstrukt geschaffen und setzen saubere, kontrollierte Prozesse auf. Das wird unser Team in Zukunft stark entlasten, so dass wir uns mehr auf die Analyse der Daten konzentrieren können, um Dinge zu hinterfragen und als Berater innerhalb des Konzerns zu fungieren.“

Resilientes Supply-Chain-Management

Schwarzmüller digitalisiert die Kommunikation mit den Lieferanten und wickelt Bestellvorgänge weltweit papierlos ab. Dazu wird ein prozessgesteuertes Portal zum Verwalten und Lenken von Daten genutzt. Fabasoft Approve fungiert dabei als zentrale Plattform für die medienbruchfreie Bestellabwicklung und Kommunikation mit mehr als 150 Zulieferern. Alle relevanten Informationen werden über eine Standardschnittstelle aus dem angebundenen ERP-System beschafft.

Automatische Benachrichtigungen aus dem System verhindern, dass die beteiligten Lieferanten Fristen übersehen oder Dokumente nicht rechtzeitig bearbeiten. Eine enorme Arbeitserleichterung für den Einkauf und die Disposition, da der aktuelle Status zu den einzelnen Projekten immer in Echtzeit abrufbar ist.

Durchgängige Prozesse in der Lieferantenkommunikation stellen entscheidende Faktoren dar, um unsere Supply-Chain resilienter zu gestalten“, erklärt Roland Hartwig, CEO der Schwarzmüller-Gruppe. Genutzt wird dazu das cloudbasierte Standardprodukt Approve zur Verwaltung technischer Daten und Dokumente im industriellen Umfeld. Es bindet alle Projektpartner auf einer sicheren, skalierbaren und granular an Kundenanforderungen anpassbaren Plattform ein. Die Erstellung und Bearbeitung von Unterlagen sowie Prüf-, Freigabe- und Genehmigungsprozesse gelingen bei deutlich reduziertem manuellem Aufwand effizient und nachvollziehbar.

Über Schwarzmüller

Der Komplettanbieter für gezogene Nutzfahrzeuge entwickelt, produziert und wartet mit 150-jähriger Erfahrung maßgeschneiderte Transportlösungen. Mit jährlich 11.000 Fahrzeugen der beiden Marken Schwarzmüller und Hüffermann beliefert das Unternehmen die Bauwirtschaft, Infrastrukturunternehmen, die Rohstoff- und Wertstoffindustrie sowie Transportunternehmen im Fernverkehr. Rund 2.500 Beschäftigte erwirtschaften einen Jahresumsatz von mehr als 400 Mio. Euro.

Bildquelle: Schwarzmüller

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