Umbau-Arbeiten am Hauptsitz an der Spiegelgasse in Basel – sowohl an der Hardware der Fassade als auch an der Software der IT-Infrastruktur.
Daten spielen bei Versicherungen seit jeher eine zentrale Rolle für die Tarifierung und das Reporting. Mit aktuellen Technologien stehen Datenquellen und Analysewerkzeuge zur Verfügung, die neue Möglichkeiten eröffnen. Versicherte können bessere Service- und Produktangebote erhalten, die Beziehung zu den Kunden ist persönlicher.
Ein wesentlicher Bestandteil der Auswertungsinfrastruktur bei Sympany ist ein leistungsfähiges Enterprise Data Warehouse. Im Rahmen der Einführung eines neuen ERP-Systems installierte Sympany für Auswertungen eine Übergangslösung mit eingeschränktem Umfang, die den Namen „Go-Live-Set“ bekam.
„Erklärtes Ziel war es, ein State-of-the-Art-Data-Warehouse einzuführen, während in der Umstellungsphase der Geschäftsbetrieb vollständig weiterläuft“, so Lothar Heintel, Leiter des Geschäftsbereichs „Online & IT“ bei Sympany.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 11-12/2021. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Die Änderungen im Data Warehouse machten Anpassungen im darauf aufbauenden Frontend Cognos Analytics und auch in den Schnittstellen und Reportings erforderlich. Die Herausforderung bestand darin, die bestehenden Reports für die Fachbereiche möglichst schnell auf das neue Data Warehouse umzustellen.
Da die Ressourcen des Fachbereiches nur eingeschränkt verfügbar waren, half den Schweizern bei der Umsetzung der Digitalisierungsspezialist Valantic. Gefragt waren insbesondere Cognos-Skills sowie Erfahrungen aus anderen Projekten bei Krankenversicherern, die für eine rasche Umsetzung bürgten. Folgende Aufgaben galt es abzuarbeiten:
Die Logikänderungen im Back-End konnten die IT-Experten in kurzer Zeit umsetzen: Sie passten die verwendeten Reports an das neue Data Warehouse an, wodurch sich die Reportdaten logisch wie auch strukturell änderten. Gleichzeitig testeten Sympany und Valantic die migrierten Reports auf technische Verbesserungsmöglichkeiten. Es erfolgte eine Anpassung sowohl auf technischer als auch auf inhaltlicher Ebene.
Die Fachbereiche haben die Reports während der Migrationsphase neben dem laufenden Tagesgeschäft abgenommen. Alle analytischen Informationen standen somit immer zur Verfügung, das Business konnte sie ohne Einschränkungen verwenden.
Seit Juli 2020 arbeiten nun alle Abteilungen bei Sympany mit dem neuen Data Warehouse und dem optimierten Analytics-System. Die Fachbereiche nutzen alle Daten in einer qualitätsgesicherten und performanten Umgebung. Der aufwändige Parallelbetrieb hatte schneller als geplant ausgedient, was zu deutlichen Einsparungen führte.
„Anfangs konnten viele Fachanwender keinen großen Nutzen in der Migration auf das neue Data Warehouse erkennen“, sagt Heintel. „Entsprechend niedrig war die Bereitschaft dazu, in das Projekt Ressourcen zu investieren. Jedoch gelang es während des Projekts, den Nutzen aufzuzeigen. Zusammen mit valantic ist es gelungen, den Nutzen des neuen Data Warehouse klar aufzuzeigen.“
Mit der neuen Lösung rufen die Fachbereiche alle Daten performant ab und verknüpfen Datenelemente aus verschiedenen Tabellen leicht und übersichtlich miteinander. Das war mit der alten Lösung nicht möglich. Auch für die Mitarbeiter ist die Datenanalyse nun wesentlich einfacher: Das neue Data Warehouse ist übersichtlicher strukturiert, was die Performance verbessert.
Zudem wurde ein neues „Ownership-Konzept“ eingeführt. Dieses Rechte- und Zugriffskonzept gewährleistet, dass die Verantwortlichkeiten für die bestehenden Daten und Reports aktuell und auch in Zukunft geklärt sind. Alle zur Verfügung stehenden Reports sind bei wachsendem Analyse-Bedarf in der Übersicht dargestellt.
„Das Reporting läuft stabil und damit zur vollständigen Zufriedenheit aller Anwender auf der neuen Umgebung“, zieht Marc Philipp, Geschäftsführer Valantic Business Analytics Swiss, zufrieden Bilanz. Weil Änderungen an bestehenden Strukturen gut geprüft sein müssen, habe sich dort, wo die Fachbereiche Anpassungen an den Datenstrukturen vornahmen, ein höherer Aufwand ergeben. Empfehlenswert sei es deshalb, schon zum Projektstart die Abnahme mit den Fachabteilungen zu planen sowie Inhalte und Vorgehen verbindlich zu vereinbaren.
Die Versicherungsgruppe unter dem Dach der Stiftung Sympany mit Hauptsitz in Basel setzt sich schon seit über 100 Jahren für Privatpersonen und Unternehmen ein. Sie bietet Kranken- und Unfallversicherungen sowie Sach- und Haftpflichtversicherungen an. Die Versicherung erwirtschaftete 2020 mehr als 1 Mrd. Franken Prämienvolumen und beschäftigte 575 Menschen.
Bildquelle: Sympany