Besiegeln ihre Kooperation beim Monitoring (von links): Helmut Binder (CEO Paessler) und Uwe Scharf, Geschäftsführer Business Units und Marketing bei Rittal.
Die gefragte Live-Übersicht über IT und OT auf einen Blick soll durch die Verbindung ihrer Monitoring-Lösungen Paessler PRTG und Rittal CMC III vereinfacht werden. Das Ergebnis für die Nutzer: Sie sehen gleichzeitig in einem Tool, was bei ihrer IT und OT läuft – und zwar so, wie sie es für ihre Arbeit benötigen: In einem zentralen Dashboard für IT und Rechenzentrums-OT, in individuell konfigurierbaren Dashboards oder auch als Service-basierter Management-Überblick.
Insbesondere beim Monitoring der Sicherheit ist der ganze Blick gefragt. PRTG integriert und überwacht IT-Systeme und leistet einen Beitrag zur Früherkennung von deren Ausfällen. Ausfällen durch physische Risiken der OT sollte aber ebenso vorgebeugt werden. Ein Kabelbrand, ein Wasserrohrbruch oder selbst eine offene Tür müssen sofort erkannt werden. Virtueller Schutz der Daten nützt wenig, wenn das RZ brennt oder Server im Wasser stehen. Durch die neue Verbindung mit CMC III sehen PRTG-Nutzer solche Vorfälle sofort und erhalten bei Bedarf Alarmmeldungen.
„Viele IT-Administratoren schätzen PRTG als ihr tägliches Standard-Tool für die IT, während die OT ihrer Rechenzentren mit Rittal OT-Lösungen und -Monitoring aufgebaut ist. So entsteht schnell ein großer Nutzerkreis“, sagt Uwe Scharf, Geschäftsführer Business Units und Marketing bei Rittal. Und Helmut Binder, CEO der Paessler AG, will durch Kombination den Kunden auch ein detailliertes Bild über Energieverbräuche im Rechenzentrum liefern, um damit das Gesamtsystem energetisch optimieren zu können.
Rittal hat mit Rimatrix ein Modulsystem für IT-Infrastrukturen entwickelt, mit Racks, Power, Cooling, Sicherheit und OT-Monitoring. CMC III übernimmt dabei das Monitoring aller relevanten physischen Umgebungsparameter, von Feuchtigkeit bis Vandalismus. Rizone vereinfacht die Einbindung der OT-Devices in ein IT-Managementsystem. PRTG ist eine weltweit genutzte IT-Monitoring-Suite mit Schnittstellen und einem Ökosystem von Partner-Lösungen, die mit PRTG interagieren und so übergreifende Lösungen für den genaueren Überblick über die IT ermöglichen; im Ökosystem gibt es auch Monitoring-Tools speziell für IBM i, beispielsweise Control for i von dem französischen Software-Haus M81. PRTG selbst kann die Power i über einen SNMP-Agenten überwachen.
Die beiden neuen Partner haben ihre Schnittstellen so optimiert, dass PRTG-Nutzer die Funktion mit wenigen Klicks aktivieren können. Mit Hilfe des vordefinierten SNMP Rittal CMC III Hardware Status Sensors in PRTG und der automatischen Netzwerkerkennung kann vorhandene CMC-III-Infrastruktur in das zentrale Monitoring aufgenommen werden. Über die generischen Sensoren in PRTG können dann mit Hilfe unterschiedlicher Protokolle die Messwerte der Sensoren und somit die gesamte RZ-Infrastruktur in PRTG eingebunden werden. Dazu können neben SNMP auch die Protokolle Modbus TCP oder OPC UA genutzt werden.
Gebäudegrundrisse oder Serverschränke können grafisch abgebildet und die Geräte sowie die zugehörigen Messwerte entsprechend übersichtlich dargestellt werden. In PRTG generierte QR-Codes erleichtern die Zuordnung der Messwerte vor Ort: Der Techniker scannt einfach den QR-Code am Gerät und sieht direkt die zugehörigen Werte inklusive Verlauf am Laptop oder Smartphone.
Bildquelle: Rittal