Die Zentrale des Sportartikelherstellers aus Herzogenaurach
Der Einsatz des Tools zur Workload-Automation führte nach Angaben des Hamburger Herstellers Honico zu „einer effizienteren Koordination zwischen den Abteilungen, schnellerer Fehlerbehebung und optimierten Betriebsabläufen in SAP S/4 Hana“. Mit dem Tool seien Anforderungslücken geschlossen worden – und Endbenutzer erhielten Einblick in Batch-Prozesse.
Die Jobsteuerung erfolgte früher durch Standardoptionen der SAP mit der Transaktion SM36. Allerdings ergaben sich daraus Verzögerungen bei der Fehlerbehebung, da es nur begrenzte Möglichkeiten zum automatisierten Versand von Statusmeldungen und Protokollen gibt. Zudem mussten komplexe Anforderungen an die Prozesslogik manuell in technische Lösungen überführt werden.
Puma wollte, ähnlich wie schon in anderen Teilbereichen des SAP-Systembetriebs, die Verantwortung für Planung, Überwachung und Nachverarbeitung der Workloads näher an diejenigen Nutzer in den Fachabteilungen bringen, die ein Verständnis für die Vorgänge und Zusammenhänge hinter den Batch-Jobs besitzen. Das Tool zur Jobplanung sollte sich ohne Mehraufwand an Hardware- und Software-Infrastruktur in die bestehende SAP-Systemlandschaft integrieren lassen.
Die Implementierung von Batch Man erfolgte dann in mehreren Phasen. Nach einer erfolgreichen Probeinstallation wurde zunächst eine Bestandsaufnahme durchgeführt. Anschließend wurden die einzelnen Modulverantwortlichen in Kleingruppen geschult, um sie zur Arbeit mit dem neuen Software-Tool zu befähigen. Die tatsächliche Umstellung von der Standard-Jobplanung erfolgte danach schrittweise nacheinander in den einzelnen Fachbereichen.
Enduser und SAP-Power-User haben nun die Möglichkeit zur Einsicht in die Batch-Prozesse aus ihrem Verantwortungsbereich. Technische und inhaltliche Themen sind somit voneinander getrennt, sowohl was den Regelbetrieb betrifft als auch den Störungsfall. Zur Klärung von Fragen ist seither seltener eine Kommunikation zwischen Business-User und IT erforderlich.
Den Usern wird die Arbeit erleichtert, weil sie oft gar nicht mehr auf die Rückmeldung aus der IT warten müssen; das spart außerdem Arbeitszeit auf beiden Seiten und beschleunigt auch die Störungsbehebung und die Implementierung neuer Geschäftsabläufe im System erheblich. Ebenso wurde der Aufwand für die Fehlersuche und die Zeit zur Störungsbehebung drastisch reduziert.
Der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach bietet weltweit Schuhe, Textilien und Accessoires an; die Produktpalette reicht von reiner Sportbekleidung bis zu Artikeln aus dem Bereich Sportstyle. Im Jahr 2022 erzielten über 20.000 Mitarbeiter einen währungsbereinigten Umsatz von ca. 8,5 Mrd. Euro.
Bildquelle: Puma