Neues Einstiegsmodell S1014 wird 20 bis 25 Prozent teurer

Zuwachs für die Power10-Serverfamilie

IBM hat seine Roadmap für den Generationswechsel auf die neue Power10-Prozessoren pünktlich abgearbeitet und heute die Einstiegs- und Midrange-Modelle seiner Power-Serverfamilie vorgestellt. Dabei gab es mit dem Wechsel sowohl der Foundry (zu Samsung) als auch der Prozesstechnologie (von 10 auf 7 Nanometer) sowie einer neuen Implementierung des Power-Befehlssatzes, der um Vektor- und Matrizenmathematik erweitert wurde, durchaus einige Hürden zu überwinden. Ebenfalls neu sind eine verbrauchsabhängige Preisgestaltung sowie das Support-Angebot Power Expert Care.

Das neue Einstiegsmodell S1014 verspricht 70 Prozent mehr Leistung – maximal 205.300 CPW.

Nachdem bereits im vergangenen September das neue Topmodell E1080 angekündigt worden war, kommen jetzt die neuen Scale-Out- und Midrange-Modelle hinzu. Dabei handelt es sich um die Scale-Out-Systeme S/L1014, S/L1022 und S/L1024 und den Midrange-Server E1050; die Scale-Out-Systeme gibt es auch als Linux-Variante mit dem Kürzel L, die IBM i und AIX nur mit Beschränkungen unterstützt und dafür günstiger ist. Das Modell E1050 läuft nur mit den Betriebssystemen AIX und Linux, nicht aber mit IBM i.

IBM-i-Anwender sind besonders gespannt auf das künftige Einstiegsmodell S1014, dass ab dem 22 Juli erhältlich sein soll, wie gewohnt als Rack- oder Tower-System angeboten wird und bis zu 57 Prozent mehr Performance pro Kern sowie 20 Prozent mehr Speicherbandbreite im Vergleich zum Vorgänger Power S914 bietet. Hinzu kommen vier Matrix-Mathematik-Beschleuniger pro Kern für schnellere KI-Inferenzierung. Die leistungsstärkeren Modelle S1022 und S1024 bieten zusätzlich auch Enterprise-Funktionen wie „Capacity Upgrade on Demand“ (CuOD). Zu den Merkmalen des S1014-Modells gehören:

  • Power10-Prozessoren mit insgesamt bis zu vier oder acht Kernen pro Server

  • KI-Inferencing und maschinelles Lernen im Kern mit Matrix Math Accelerator (MMA)

  • Bis zu 1 TB Hauptspeicher auf 8 Steckplätzen DDR4 Differential Dual Inline (DDIMM)

  • Transparente Speicherverschlüsselung ohne zusätzliche Verwaltungseinstellungen und ohne Auswirkungen auf die Leistung

  • Fünf PCIe-Steckplätze, davon vier PCIe Gen5-fähig, alle mit gleichzeitiger Wartung

  • Bis zu 16 NVMe U.2 Flash-Einschübe für bis zu 102,4 TB Speicher

  • Optionales internes RDX-Laufwerk

  • Dienstleistung Power Expert Care

Die Einstiegsmaschine gibt es als Vier-Core-Variante mit 106.300 CPW im Software-Tier P05, wobei der Speicher aber leider wie bei den S814- und S914-Systemen immer noch auf 64 GB begrenzt ist; die Acht-Core-Variante mit 205.300 CPW liegt im Software-Tier P10. Die Maschinen sind auch als IBM i Solution Editions im Bündel mit ausgewählter Software erhältlich, z.B. von Ametras, Comarch, Infor oder SAP.

Eine S1014 wird 20 bis 25 Prozent teurer sein als der Vorläufer S914; begründet wird der Preisaufschlag nicht nur mit der um etwa 70 Prozent höheren Performance und dem je nach Konfiguration um mehr als 40 Prozent besseren Preis-Leistungs-Verhältnis, sondern auch mit dem aufgrund der Inflation und der Menge an notwendigem Material generell höheren Komponentenkosten. Später in diesem Quartal sollen – wie schon beim Vorgänger S914 – ergänzend auch Subskriptionspreise für eine S1014 mit IBM i 7.5 eingeführt werden.

Bildquelle: IBM

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