Unicode und SAP Hana – gemischtes Doppel für Städtische Werke Magdeburg

Zwei Ziele, ein ERP-Projekt

Aus zwei mach eins! Das sagten sich die IT-Verantwortlichen der Städtische Werke Magdeburg (SWM) GmbH und entschieden sich dazu, ihre Umstellungen auf SAP Hana und auf Unicode zu einem Projekt zu vereinen. Das soll nicht nur die Downtime der IT reduzieren, sondern den mittelständischen Energieversorger außerdem fit für die Zukunft machen.

Bildquelle: ThinkstockPhotos

Doppel-Projekt als „Tandem-Lösung“

Die erneuerte SAP-Landschaft soll bei den Magdeburger Stadtwerken auch IT-Disziplinen wie „Big Data“ und „Künstliche Intelligenz“ besser nutzbar machen, um Kunden gezielter zu betreuen oder die Instandhaltung von Energieanlagen zu erleichtern. Mit dabei war wieder der langjährige IT-Partner des EnergieversorgersSVA System Vertrieb Alexander, der mit der Migration der SAP-Landschaft auf eine IBM Power Hardware die Voraussetzungen für eine Hana-Umstellung geschaffen hat und als IBM-Partner 2010 mit der Einführung des Speichersystems XIV nicht nur die digitale Datenflut bewältigen half, sondern zudem die Kosten pro Gigabyte Speicherplatz um rund 50 Prozent reduzierte.

Aus der Not eine Tugend machen

„Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht und die notwendige Umstellung auf Unicode mit der Datenbankmigration auf Hana verknüpft“, wird Dr. Frank Schmidt, Bereichsleiter Organisation und Datenverarbeitung bei der SWM, in einer Pressemitteilung zitiert. „Das hat nicht nur die Downtime der IT gesenkt, sondern schafft uns darüber hinaus auch die Basis, unsere ERP-Plattform für die Herausforderungen der nächsten Jahre zu rüsten.”

Die SWM sind ein mittelständischer Energieversorger, der in und um Magdeburg rund 250.000 Kunden betreut und seinen Kunden neben Strom, Gas, Wasser, Abwasserentsorgung und Wärme auch Energieberatung bietet. Der Einsatz von Big-Data- und KI-basierenden Anwendungen soll künftig helfen, Zusammenhänge von Instandhaltung bis Kundenbetreuung besser zu erkennen und so noch effizienter und kundenorientierter zu werden. Projekte rund um das Thema „Predictive Maintenance“ sind ebenfalls angedacht, um nicht nur Wartungszyklen intelligent zu steuern, sondern auch den aktuellen Fachkräftemangel zu kompensieren.

Herz der ERP-Landschaft ist bei SWM seit langem ein SAP-System. Mit der neuen Lösung will der Energieversorger eine leistungsfähige In-Memory-Plattform nutzen, mit der sich Geschäftsprozesse beschleunigen lassen: In der Finanzbuchhaltung können Mitarbeiter einzelne Reports jetzt in weniger als einer Sekunde erstellen – statt bisher in 20 Minuten.

Doppel-Projekt als „Tandem-Lösung“ mit IBM und SVA

Für aktuelle Releasestände des ERP-Systems ist der internationale Zeichensatz-Standard Unicode unabdingbar. Unicode unterstützt rund 100.000 verschiedene Zeichensätze, egal ob lateinischen, kyrillischen oder arabischen Ursprungs. Um Migrationsaufwände zu senken, entschied sich SWM diesen Schritt mit der Datenbankmigration zu kombinieren. Für dieses Doppel-Projekt hat sich SWM wieder den langjährigen IT-Partner als IT-Dienstleister ins Boot geholt.

„Dank der engen Zusammenarbeit mit SWM auf der einen Seite und IBM auf der anderen Seite konnte die Migration der SAP-Landschaft innerhalb von vier Monaten vollzogen werden – und das im parallelen Betrieb der bisherigen ERP-Landschaft“, sagt Torsten Gründer, Key-Account-Manager bei SVA. „Die Neugestaltung der IT-Back-Office-Umgebung schafft den Fachbereichen heute die Möglichkeit, komplexere Fragestellungen schneller zu beantworten.“ Die Entscheidung für eine Linux-basierende Power-Architektur mit der Hana-Datenbank führe außerdem „zu erheblichen Kosteneinsparungen in der IT-Infrastruktur.“

Für SWM hat SVA die Hana-Infrastruktur auf dem Fundament einer hochverfügbaren Hardware-Umgebung auf Basis des Power8-Systems E850C realisiert – und dabei sämtliche Implementierungsleistungen für Server-, Storage- und Netzwerkinfrastruktur übernommen, inklusive Betriebssysteminstallation sowie der kompletten Hana-Installation auf allen Systemen.

Dank der Migration kann SWM seine ERP-Daten nicht nur effizienter verwalten und Kosten für die Administration senken, sondern schafft auch die Voraussetzungen für eine einfache und nahtlose Konsolidierung künftiger Anwendungen.

Bildquelle: ThinkstockPhotos

©2018 Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH