Neue BI-Software für die Meyer Werft

Zweigeteilte Traumschiff-Planung

Die Meyer Werft wird ihre Auslastungs- und Kostenplanung sowie das Berichtswesen für die in ihrer Werft gebauten Schiffe auch künftig mit Software von Prevero durchführen. Der Anbieter für Business Intelligence (BI) und Corporate Performance Management (CPM) konnte unter anderem mit der Flexibilität und mit der intuitiven Bedienung seiner Software punkten – und war mit anderer Software auch bisher schon in die Planungsprozesse involviert.

  • Beim Verlassen der Meyer Werft im Frühjahr 2016: Die Ovation of the Seas

  • Jürgen Wischer, Leiter Controlling bei der Meyer Werft

Ablösen wird das neue Tool bei dem langährigen AS/400-Anwender aus Papenburg jede Menge Excel-Listen, eine andere BI-Software und den Professional Planner von der Firma Winterheller, die Prevero im Jahr 2011 übernommen hat. Projektstart war im Mai, die Inbetriebnahme der neuen Software ist für den Herbst dieses Jahres vorgesehen; alle Planungen für 2017 sollen bereits damit erfolgen.

Frei definierbare Business-Logiken

Jürgen Wischer, Leiter Controlling bei der Meyer Werft: „Bei uns ist jedes Schiff ein eigenständiges Projekt, das hinsichtlich der Planung jeweils zwei Bestandteile hat: Das eine ist die Planung der Teile, die hinzugekauft werden, und das andere ist die Produktionsplanung, also der eigentliche Bau des Schiffes, das ist der weitaus datenintensivere Bereich. Von der Konstruktionsplanung über die Fertigungs- und Personalplanung bis zur Fertigstellung des Schiffes inklusive Berichtswesen werden wir alle Plandaten mit Prevero abbilden. Hinzu kommen pro Schiff eine Jahresplanung, monatliche Plan-/Ist-Abgleiche und eine Drei-Jahres-Planung.“

Die in ihrem neuen Tool frei definierbaren Business-Logiken sollen die rund 100 User bei den Planungsaufgaben sehr effizient unterstützen, insbesondere durch die Self-Service-Funktionen.

Dr. Paul Meyer wird CIO

Darüber hinaus will das Papenburger Tradionsunternehmen den digitalen Wandel „werftübergreifend gestalten“, um wettbewerbsfähig zu bleiben und sich gegenüber der Konkurrenz abzuheben. Die Meyer Werft wird deshalb ihre IT-Kompetenz stärker bündeln und Software standortübergreifend vereinheitlichen.

Für diese Aufgabe wird Dr. Paul Meyer (33) als neuer CIO (Chief Information Officer) die gesamte Informationstechnologie (IT) für die Werften in Papenburg, Rostock und Turku verantworten. „Paul wird die informationstechnische Basis für die enge Zusammenarbeit zwischen unseren Standorten schaffe“, kommentierte Geschäftsführer Dr. Jan Meyer.

Paul Meyer, promovierter Wirtschaftsinformatiker und jüngster Sohn von Werft-Chef Bernard Meyer, ist seit 2013 als Projektleiter für IT-Projekte auf der Werft tätig. „Für ein Unternehmen, das sich mit dem Bau hochkomplexer Produkte wie Kreuzfahrtschiffe beschäftigt, spielt die IT eine maßgebliche Rolle. Durch den digitalen Wandel kommen große Herausforderungen in diesem Umfeld auf uns zu. Paul Meyer hat sich diesem Thema als IT-Projektleiter bereits begeistert angenommen und soll dies nun auch standortübergreifend weiterführen“, so Geschäftsführer Lambert Kruse.

Über die Meyer Werft

Die Meyer Werft wurde 1795 gegründet, beschäftigt rund 3.300 Mitarbeiter und befindet sich in sechster Generation in Familienbesitz. Bis heute hat die Werft 41 Kreuzfahrtschiffe für Reedereien in aller Welt gebaut. Zu den Kunden zählen nahezu alle großen Kreuzfahrtreedereien der Welt – wie beispielsweise Royal Carribean Cruise Line (RCCL), Carnival Cruise Line (CCL), Norwegian Cruise Line (NCL) und Genting (Star Cruises, Dream Cruises).

Bildquelle: Meyer Werft / M. Wessels

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