Auch das schnellste WLAN-Netzwerk geht in die Knie, wenn es zu wenig Verteilung und Rückführung gibt.
Ein erster Schritt in die richtige Richtung sei die Errichtung eines stabilen Netzes, das die heutigen Anforderungen erfüllt und die Bedürfnisse aller Teilnehmer deckt. Schulen und Hochschulen sind ein gutes Beispiel für öffentliche Orte, an denen WLAN immer wichtiger wird und das Netzwerk zum Teil erheblichen Belastungen ausgesetzt ist. Nicht zuletzt weil es unter Studierenden nicht unüblich ist, mit mehreren Geräten gleichzeitig online zu sein. Darüber hinaus ist für die Hochschulen ein modernes WLAN ein Faktor im Wettbewerb um die hellsten Köpfe. Entsprechend wichtig ist es, sich für die richtige WLAN-Technologie und -Architektur zu entscheiden, um den Nutzern einen verlässlichen Zugang zu wichtigen Daten zu gewährleisten.
Oft werden wichtige Punkte bei der Errichtung eines zeitgemäßen WLANs übersehen oder missverstanden. Das erzeugt nicht nur unnötige Kosten, sondern ist aufgrund einer unbefriedigenden Performance auch für die Netzwerkteilnehmer frustrierend. Verantwortliche sollten daher einige Punkte beachten:
Mehr Access Points (AP) verbessern nicht zwangsläufig die WLAN-Abdeckung. Ab einem gewissen Punkt wirken zu viele Access Points sogar kontraproduktiv. Zum Beispiel, wenn mehrere APs in derselben Frequenz konkurrieren und sich gegenseitig stören. Dies hat einen direkten Einfluss auf die Verbindungsqualität der verbundenen Geräte.
Wave 2 Access Points sind auf dem neusten Stand der Technik und dadurch deutlich empfindlicher als ältere Versionen. Daraus folgt eine bessere Konnektivität und größere Reichweite – gleich, welchen Standard das verbundene Gerät unterstützt. Somit profitieren auch ältere Clients von aktuellen APs.
Die Errichtung eines WLAN-Netzwerks hat zweifellos Auswirkungen auf die IT-Sicherheit – so müssen z.B. alle Mitglieder authentifiziert werden. Heutzutage sind die Standards indes ausreichend hoch, um die Sicherheit des Netzwerks zu gewährleisten.
Neue Entwicklungen bringen häufig größeren Stromverbrauch mit sich. Auch als Multiple Input, Multiple Output (MIMO) mit drei Streams eingeführt wurde, wuchsen die Energieanforderungen der APs. Switch-Upgrades sind jedoch nicht unbedingt notwendig. Moderne APs schließen beispielsweise den USB-Port sowie den sekundären Ethernet-Port, sobald die Standard-PoE-Stärke (Power over Ethernet) für den WLAN-Betrieb nicht mehr ausreicht.
Die wachsende Sendeleistung der APs erhöht zwar die Reichweite und die Wahrscheinlichkeit, dass die APs konstant Daten an die Geräte in ihrem Umfeld senden. Das ändert jedoch nichts daran, dass die APs auch Daten empfangen müssen: Manche Geräte drosseln ihre Sendeleistung, um Akkulaufzeit zu sparen, sobald sie mit einem AP verbunden sind. Dadurch kann unter Umständen eine einseitige Kommunikation entstehen, da die Sendeleistung des Geräts nicht mehr ausreicht, um den AP zu erreichen.
Auch das schnellste WLAN-Netzwerk geht in die Knie, wenn es zu wenig Verteilung und Rückführung gibt. Das könnte an Onboarding und Passwörtern liegen, an einem Broadcast-Sturm oder Interferenzen – und nichts davon hat mit der Bandbreite in der Luft zu tun.
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