Die Mehrheit der Deutschen will schnelle und effiziente Transaktionen beim Banking.
Basierend auf der Umfrage unter 2.000 deutschen Verbrauchern wurde dieser Punkt, laut Modularbank, nur geringfügig seltener als die Höhe der Zinssätze genannt – 87 Prozent der Verbraucher bewerten dies als wichtig für ihre Entscheidung. Technologie übertreffe auch die „Marke der Bank“ (61 Prozent) und die „persönliche Beziehung zu einem Mitarbeiter in den Filialen“ (63 Prozent), wenn Verbraucher über die Wahl ihrer Bank entscheiden. Wie wichtig sind Technologie und ein digitales Angebot im heutigen Bankwesen? Auf diese Frage sollen 87 Prozent der Verbraucher auf einer Skala von 1 bis 10 für 6 oder mehr gestimmt haben (wobei 1 unwichtig und 10 extrem wichtig ist). Weitere 39 Prozent hätten angegeben, dass sie glücklich wären, wenn sie nie wieder persönlich in ihre Bankfiliale gehen müssten.
Technologie ist Vilve Vene, CEO und Mitgründerin von Modularbank, zufolge der Schlüssel, um im Bankgeschäft neue Kunden anzuziehen und zu halten. Trotz der öffentlichen Wahrnehmung, dass durch die Challenger-Banken die Loyalität gegenüber den etablierten, traditionellen Finanzinstituten abgenommen habe, sollen fast 75 Prozent der deutschen Verbraucher angegeben haben, ihrer Bank gegenüber loyal zu sein.
Laut Vene schätzen Konsumenten moderne Technologie bei ihrer Bank. Daraus lasse sich eine Kernstrategie ableiten, mit der disruptive Banken diese Loyalität testen können: Sie sollen ihren Kunden eine Technologie anbieten, die ein nahtloses Bankerlebnis ermöglicht. Ein Kunde empfinde das Bankgeschäft als nahtlos, wenn er in der Lage sei, Finanzdienstleistungen ohne Herausforderungen oder Hürden zu erledigen. 58 Prozent der deutschen Verbraucher seien der Meinung, dass ein nahtloses Bankgeschäft dann gegeben sei, wenn der Abschluss von Transaktionen online möglich sei, ohne eine Filiale aufsuchen zu müssen, während 57 Prozent angeben haben sollen, dass schnelle und effiziente Transaktionen eine nahtlose Erfahrung darstellen würden.
Um die Markentreue zu stärken, sollen Banken in der Vergangenheit viele Ressourcen in die Entwicklung individueller Beziehungen zu Kunden investiert haben. Da jedoch laut Umfrage nur 18 Prozent der Kunden behaupteten, dass der persönliche Besuch ihrer Bank Teil eines nahtlosen Bankerlebnisses sei, sollten nach Vene zukünftige Investitionen eher zur Verbesserung ihres digitalen Angebots und zur Bereitstellung technologiegestützter Lösungen eingesetzt werden.
Auch Prof. Dr. Philipp Sandner von der Frankfurt School of Finance & Management sagt: „Eine Bank ist eigentlich ein zu 100 Prozent digitales Geschäftsmodell. Der Kunde erwartet eine State-of-the-Art-App und die Integration neuer Technologien wie mobiles Zahlen oder Gesichtserkennung beim Öffnen des Online-Bankings. Natürlich muss dies auch mit modernen Technologien und Architekturen umgesetzt werden. Etablierte Finanzinstitute haben erhebliche Probleme mit dieser Dynamik Schritt zu halten. Die Zeit ist zunehmend reif für fokussierte volldigitale Banken, die gerade als Fintech-Unternehmen besonders schnell und ohne Ballast agieren können.“
Die von etablierten Finanzinstitutionen verwendete Technologie basiere oft auf einem über viele Jahre gewachsenen, aber im Kern alten System. Derartige Systeme seien nur sehr schwer mit digitalen oder Online-Angeboten zu verbinden. Auch maßgeschneiderte Dienstleistungen, wie variable Zinssätze auf der Grundlage persönlicher Umstände, würden sehr aufwändige Änderungen in der Infrastruktur erfordern, die sich dann oftmals noch zu technischen Problemen entwickeln.
Alle Statistiken basieren auf einer Umfrage, die Modularbank in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Onepoll im Februar 2020 in Auftrag gegeben hat. Die Umfrage wurde von 2.000 erwachsenen Teilnehmern aus Deutschland beantwortet.
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