Florian Dirnberger, Sales Director Utility bei SAS Deutschland
Unternehmen der Energiebranche müssen in ihrem operativen Alltag eine Vielzahl von Anforderungen in der Balance halten und sich gleichzeitig strategisch auf die Zukunft ausrichten. Sie agieren in politisch sensiblen Märkten und haben hohe sicherheitstechnische Auflagen zu erfüllen, sehen sich aber zusätzlich einem hohen Wettbewerbs- und Kostendruck ausgesetzt. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sind die Player der Branche daher noch mehr als früher auf effiziente Prozesse angewiesen. Der Einsatz von Analysesoftware unterstützt sie dabei, ihre Ergebnisse über ihre komplette Prozesskette hinweg zu steigern, einen sicheren Betrieb ihrer Anlagen und Kosteneffizienz in eine gute Balance zu bringen und ihr Kundenmanagement zu optimieren.
Betriebswirtschaftliche und technische Prozesse, Controlling, Personal – wenn es darum geht, wie Business Analytics operatives Geschäft und Planung in Energieunternehmen optimieren kann, ist praktisch kein Bereich ausgenommen. So lässt sich Analytics unter anderem für die Steuerung und das Management von Wartungsprozessen einsetzen. Energieunternehmen erhalten auf Basis von Analysen aus Maschinen- und Anlagendaten zeitnah Aufschluss über eventuelle Unregelmäßigkeiten und können so ihr Wartungsgeschäft vorausschauend organisieren. Gleichzeitig gelingt es ihnen, die Faktoren Kosten, Gesundheit und Sicherheit, Produktion und Anlagenerneuerung optimal auszutarieren.
Die Analysen liefern außerdem wertvolle Informationen darüber, ob und wie Wartungsarbeiten ausgeführt wurden, und decken Fehler in den Arbeitsabläufen auf. Damit lassen sich für die Zukunft Aufwände und Kosten reduzieren. Vor allem aber ermöglicht die umfassende Datenanalyse eine lückenlose Übersicht des kompletten Wartungsgeschäfts. Energieunternehmen können so ihr ganzes Anlagen- und Infrastrukturmanagement vorausschauend steuern und die Leistungsbilanz ihres Geschäfts insgesamt verbessern.
Dazu trägt außerdem eine Transparenz der Kostenstruktur und -verursacher bei. Über flexible Datenanalysen lassen sich zahlreiche Vergleiche anstellen, beispielsweise der Ergebnisse in verschiedenen Regionen. Die Unternehmen erhalten so wertvolle Erkenntnisse über Prozesse und die Profitabilität beispielsweise der Lieferkette oder bestimmter Geschäftszweige. Diese bringen wertvolle Informationen für Optimierungsmaßnahmen, neue Investmentszenarien und die Auswirkungen auf Kosten.
Für eine zukunfts- und bedarfsorientierte Ressourcenplanung lassen sich mithilfe von Analytics auch Prognosen zur Netzauslastung, Bedarfsplanung oder Beschaffungsoptimierung erstellen. Energieunternehmen können sich so flexibel und zeitnah auf neue Marktentwicklungen und einen veränderten Bedarf einstellen.
Auch bei der wettbewerbsfähigen Preisermittlung unterstützen leistungsfähige Analytics-Lösungen die Unternehmen: Zum einen sind sie in der Lage, tagesaktuelle Entwicklungen sowie regionale Unterschiede zu berücksichtigen, zum anderen gewährleisten sie, dass jede Transaktion in Übereinstimmung mit den vertraglichen Rahmenbedingungen steht. Auch die Regelenergiekalkulation lässt sich mit Analytics schneller und effizienter durchführen. Die effiziente Bearbeitung und Analyse auch großer Datenmengen erlaubt es den Unternehmen zudem, ihr Risikomanagement auf solide Füße zu stellen.
Die Liberalisierung der Energiemärkte hat den Druck auf Versorger zusätzlich erhöht, ihre Prozesse effizienter zu gestalten. Das gilt speziell für das Kundenmanagement: Die höhere Wechselbereitschaft bei Strom- und Gaskunden verstärkt den Vertriebsdruck auf Energieversorger und erfordert ein proaktives und aufwandsoptimiertes Bestandskundenmanagement. Analytics-Lösungen schaffen Transparenz der Profitabilität von Kunden und ermöglichen eine gezieltere Ansprache. So lassen sich Kundenbeziehungen strategisch entwickeln und außerdem die Neukundengewinnung verbessern.
Aber auch beim Lieferantenmanagement können sich die Unternehmen wichtige Wettbewerbsvorteile sichern. Die Analyse vereinfacht die Auswahl der passenden Lieferanten und liefert gleichzeitig eine aktuelle Übersicht über die Gesamtausgaben entlang der Lieferkette. Auf dieser Basis können Unternehmen ihre Beschaffungsstrategien optimal anpassen und Kosten einsparen. Mit den genannten Punkten sind die Möglichkeiten von Analytics im Energiesektor nur grob umrissen. Die Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten und die Leistungsfähigkeit von Lösungen, wie sie beispielsweise der Softwarehersteller SAS anbietet, hat in jedem Fall das Potential, Energieunternehmen im internationalen Wettbewerb zu stärken. Gleichzeitig verschaffen die Datenanalysen der Geschäftsleitung und Mitarbeitern aller Fachrichtungen – Techniker, Controller, Umweltbeauftragte, Rechtsabteilung – eine Wissens- und Informationsbasis, die ihre Arbeit effizienter und planbar macht.
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