Fujitsu-Forum: Human Centric Innovation

Analysefokussierter Kundendienst

„Human Centric Innovation“ lautete das Motto des diesjährigen Fujitsu-Forums, das am 19. und 20. November in München stattfand. Mit 13.000 Teilnehmern aus 81 Nationen feierte die Veranstaltung einen neuen Besucherrekord.

Dr. Joseph Reger, Bildquelle: Siegfried Dannehl

Neue Anwendungsbereiche wie das Internet der Dinge bewirken nach Ansicht von Fujitsu-CTO Dr. Joseph Reger künftig eine Aufteilung in „digitales“ und „digitalisiertes“ Geschäft.

In seiner Eröffnungsrede erläuterte Tango Matsumoto, Executive Vice President & Head of Global Marketing, wie sich sowohl für Unternehmen als auch für die Gesellschaft durch den „Human Centric Innovation“-Ansatz ein großer Nutzen generieren lässt. Durch die Zusammenarbeit mit Firmen und Regierungsstellen in unterschiedlichen Bereichen wie Energie, Transport, Lebensmittel, Gesundheit, Umwelt und Bildung möchte der Anbieter eigenen Angaben zufolge dazu beitragen, soziale Innovationen zu fördern und Lösungen hervorzubringen.

Weil das Internet und andere ITK-Technologien in alle Bereiche und Aspekte des Lebens, der Geschäftswelt und Infrastruktur vordringen, entsteht nach den Worten von CTO Dr. Joseph Reger eine hypervernetzte Welt. Digitale und analoge Geschäftsvorgänge und Prozesse konvergieren auf Grundlage von Informations- und Kommunikationstechnologien. Neuerungen werden schneller eingeführt, neue Wertbeiträge und Geschäftsfelder geschaffen sowie bestehende grundlegend transformiert.

Mit der jährlich stattfindenden Veranstaltung richtet sich der Hersteller an IT-Entscheidungsträger, Rechenzentrumsexperten und Mitarbeiter in IT-Abteilungen, Projektmanager und IT-Architekten sowie Berater und Anwender. Im Rahmen von 65 Vorträgen, Diskussionsforen und Workshops sowie einer Ausstellung in der neue Produkte, Lösungen und Services präsentiert und demonstriert wurden, hatten Besucher Gelegenheit, Eindrücke vom optimalen Zusammenspiel von Mensch, Information und Infrastruktur zu gewinnen.

Unter der Modellbezeichnung Primeflex stellte der Hersteller unter anderem eine Reihe neuer integrierter Systeme vor, die nicht nur aus Server-, Speicher- und Konnektivitätslösungen bestehen, sondern zusätzlich Software- und Management-Layer bieten und für spezielle Aufgaben vorinstalliert und getestet sind. „Kunden wählen inte-grierte Systeme, um die Projektzeit zu verkürzen und Unwägbarkeiten zu beseitigen, denn diese Lösung ist schneller und weniger riskant als der Versuch, Komponenten auf eigene Faust zu integrieren“, erklärte Ayman Abouseif, Vice President Product Marketing. Die Primeflex-Familie reicht aktuell von Virtualisierung bis Cloud, von ERP bis In-Memory, von Microsoft bis SAP und von Big Data bis High Performance Computing. 2015 wird die Produktlinie nach Angaben von Abouseif weiter wachsen.

Der ebenfalls auf dem Forum vorgestellte „Kiss-Report – Eine vereinfachte und rationalisierte IT zur Maximierung der Wertschöpfung von SAP-Anwendungen und Hana“ zeigt Einschätzungen und Erwartungen internationaler Akteure auf, wenn es darum geht, maximal von SAP-Anwendungen und der Hana-Plattform zu profitieren. Grundsätzlich haben Kunden demnach vier Schlüsselforderungen: die Effizienz ist zu steigern, externe Kunden sind schneller und besser zu bedienen, Anwendungen und Systeme sollen rationalisiert werden und die Geschäftskontinuität ist zu gewährleisten. Diese Einstellungen spiegeln sich auch in den Anforderungen an die IT wider. Hier stehen vor allem eine bessere Abstimmung von IT und Geschäftsanforderungen, die Standardisierung und Internationalisierung von Systemen, die Reduzierung von Kosten sowie die Ausschöpfung der Potentiale, Funktionalitäten und Innovationen, die die Lösungen der Walldorfer mitbringen, im Fokus.

Nicht zuletzt will Fujitsu in den kommenden drei Jahren 345 Mio. Euro in seinen neu gegründeten Unternehmensbereich „Global Delivery“ investieren, um neue IKT-Dienstleistungen und -Lösungen auf den Markt zu bringen. Die globale Standardisierung der Service-Angebote soll Kunden dabei unterstützen, ihre Ziele schneller zu erreichen und ihre geschäftlichen Aktivitäten global auszurollen. Seit Gründung des neuen Unternehmensbereichs im April dieses Jahres hat man nach eigenen Angaben bereits etliche namhafte Kunden gewonnen. Außerdem erweitert der Hersteller seine Investitionen in die Entwicklung künftiger disruptiver Servicelösungen – z.B. einen analysefokussierten Kundendienst, der Endkunden zur aktiven Teilnahme einlädt und dadurch anfallende Servicekosten für Organisationen verringert.

Bildquelle: Siegfried Dannehl

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