Dirk Kreuter ist Verkaufstrainer und gehört zu einer ausgewählten Gruppe an BDVT-zertifizierten Vertriebscoaches.
Seit Bestehen der Bundesrepublik liegt die Inflation dieser Tage und auch schon im vergangenen Jahr auf einem absoluten Höchststand: 8,7 Prozent Inflation, fast 40 Prozent höhere Lebenshaltungskosten. Da fragen sich viele Arbeitnehmer zurecht, wie es noch weitergehen soll. Lohnerhöhungen sind vielerorts die Forderung. Und auch Arbeitgeber stellen sich zunehmend die Frage, ob sie ihre Mitarbeiter nun höher entlohnen sollen. Darauf gibt es eigentlich nur eine Antwort: Ja, auf jeden Fall!
Gerade in Krisenzeiten gilt es, die Fachkräfte und Talente zu binden. Angestellte brauchen aktuell mehr Geld, um ihren Lebensstandard zu halten, dem müssen Unternehmen Rechnung tragen. Wenn Arbeitnehmer schon um höhere Löhne oder Inflationsausgleich bitten müssen, dann läuft etwas falsch. Unternehmer tragen die Verantwortung und sollten von sich aus eine höhere Entlohnung anstreben. Sonst riskiert Deutschland die Abwanderung von wichtigen Talenten und damit das wirtschaftliche Fortkommen. Kritiker warnen in diesem Zuge vor der Lohnpreisspirale auf der einen Seite. Prinzipiell richtig: Wenn Lohn und Preise immer wieder wachsen, wird es auf Dauer schwierig. Auf der anderen Seite sanken die Reallöhne nun das dritte Jahr in Folge, Einmalzahlungen helfen da nur kurzfristig.
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Die Löhne sind der stärkste Hebel, gerade um die Top-Performer zu halten und auch um Talente von Mitbewerbern für das eigene Unternehmen zu gewinnen. Mehr Wertschätzung der Arbeitsleistung sollten diejenigen erhalten, die sich mit dem Unternehmen identifizieren, professionell arbeiten, treu sind und auch mal die Extrameile gehen. Das betrifft dann nicht nur Top-Manager, sondern das zieht sich durch alle Abteilungen bis zum Raumpfleger. Ziehen Unternehmen nicht bei der aktuellen Lohnrunde mit, haben sie langfristig das Nachsehen und verlieren ihre besten Kräfte. Möglichkeiten der Erhöhung und Entlastung gibt es viele und in einem gesunden, wachsenden Unternehmen ist das eigentlich auch eine Selbstverständlichkeit.
Bildquelle: Dirk Kreuter