Zusammen mit Unify will Atos die Lücke zwischen Kommunikations- und IT-Dienstleistungen füllen.
Die Transaktion soll, abhängig von der Unterrichtung der Arbeitnehmervertreter sowie der Genehmigung durch die Kartell- und Aufsichtsbehörden, voraussichtlich im ersten Quartal des Kalenderjahres 2016 abgeschlossen. Unify wurde 2008 als Siemens Enterprise Communications gegründet und hat seinen Sitz in München. Das Unternehmen ist ein Joint Venture der Gores Gruppe (51 Prozent) und Siemens (49 Prozent) und schwerpunktmäßig in Europa und Amerika aktiv. Unify bietet durchgehende vertikale Kommunikationssoftware-Lösungen und -Services, die der Optimierung sozialer Interaktionen, digitaler Transformationsprozesse und der Geschäftsentwicklung dienen. Mit 5.600 Mitarbeitern und Geschäftsaktivitäten in mehr als 60 Ländern erwirtschaftet das Unternehmen heute einen Umsatz von 1,2 Mrd. Euro.
„Die geplante Übernahme wird unsere Angebotspalette für die digitale Transformation bei unseren Kunden erweitern“, erklärt Thierry Breton, Chairman und CEO von Atos. „Unsere Kunden verlangen nahtlose Service-Lösungen für ihr gesamtes digitales Portfolio und einen zuverlässigen Partner, der ihre Bedürfnisse aus einer Hand abdecken kann. Das Portfolio und die Kundenbasis von Unify ergänzen unsere bestehenden digitalen Angebote.“
Stärkung der globalen Allianz
Unabhängig von der Transaktion haben Atos und Siemens nach einer im Juli 2015 angestoßenen strategischen Überprüfung nun bekannt gegeben, dass sie ihre globale Allianz weiter voranbringen werden. Die beiden Unternehmen haben den Ausbau ihrer bestehenden IT-Vereinbarung beschlossen und wollen ihre geschäftliche Kooperation und ihre gemeinsamen Marktinitiativen ausdehnen. Außerdem soll die Forschungs- und Entwicklungszusammenarbeit erweitert werden. Siemens wird zudem die Veräußerungsbeschränkung für seine Anteile an Atos bis zum 30. September 2020 verlängern. Siemens ist der größte Gesellschafter von Atos und hält 12,5 Millionen Aktien bzw. zwölf Prozent des derzeitigen Grundkapitals, heißt es.
Darüber hinaus prüfen die Unternehmen weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit, um die Digitalisierungsstrategie, besonders in den Feldern Digital Remote Services, Internet der Dinge und Cybersicherheit voranzutreiben und damit die Grundlagen für Industrie 4.0 zu legen.
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