Aktuelle IT-Security-Trends

Attacken mit KI & Co. werden zum Problem

Auf dem Security Day des IT-Dienstleisters Controlware ging es um unterschiedliche Aspekte und neue Lösungsansätze der Informationssicherheit.

  • Controlware Security Day 2024

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  • Controlware Security Day 2024

  • Impressionen vom Roundtable-Pressegespräch

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Bereits zum sechzehnten Mal veranstaltete der IT-Dienstleister und Managed Service Provider Controlware am 19. und 20. September in Hanau seinen ‚Security Day‘. In über 40 Vorträgen ging es auf dieser zweitägigen Fachkonferenz um die unterschiedlichsten Aspekte und neuesten Lösungsansätze der Informationssicherheit.

Am Vorabend der Veranstaltung fand ein Roundtable für Journalist(inn)en statt, bei dem die Vertreter der IT-Hersteller und Security-Partner Check Point, Cisco, Fortinet, Infoblox, Palo Alto Networks und Tenable über die wichtigsten Cybersecurity-Trends von heute und morgen diskutierten. Wie groß die Bandbreite der Informationssicherheit heute ist, verdeutlicht ein kleiner Ausschnitt aus den hier angesprochenen und diskutierten Themen.

Anhaltendes Wettrüsten

„Die Informationssicherheit ist seit Jahren von einem anhaltenden Wettrüsten zwischen Cyberdefense-Teams und kriminellen Akteuren geprägt – und mit der Ankunft innovativer Technologien wie AI oder Quantencomputern gewinnt dieser Wettlauf enorm an Dynamik“, stellte Mario Emig, Head of Information Security Business Development von Controlware, fest.

„Um die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und im globalen Wettbewerb nicht weiter zurückzufallen, müssen Unternehmen und Behörden ihre Investitionen eher verstärken als zurückfahren – auch wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schwierig sind. Dies gilt angesichts der verschärfen Bedrohungslage auch für die IT-Security, die sich nicht mehr auf die Abwehr beschränken kann, sondern Detektion, Mitigation und vor allem auch Recovery umfassen muss, um eine robuste Cyber-Resilienz zu erreichen“, erklärt Bernd Schwefing, CEO von Controlware.

Die Lücke zwischen Angreifer und Angegriffenen zu schließen bleibt nach Ansicht Thomas Gerch, Senior Sales Director Central Europe von Infoblox Germany, die größte Herausforderung. Dabei käme es entscheidend darauf an, die Komplexität der eigenen Infrastruktur zu reduzieren, während das eigene Domänen-Wissen tendenziell wichtiger werde, ergänzte Prof. Dr. Christoph Skornia, CIO der Ostbayrischen Technischen Hochschule in Regensburg.

Neue Risiken durch Deepfakes

Arnd Gille, Senior Manager Solutions Consulting Germany von Palo Alto Networks, unterstrich die Bedeutung einer Zero-Trust-Architektur für das gesamte Unternehmen – auch auf Grund neuer Risiko-Dimensionen durch KI zum Beispiel in Form von Deep Fakes.

Zu einer Zero-Trust-Architektur gehöre auch ein besserer Schutz von OT-Komponenten wie etwa Kamera-Systeme, ergänzte Thomas Gerch, während Max Rahner, Senior Business Development Manager von Tenable Network Security, für die (bessere) Absicherung von Identitäten plädierte. Hierfür müsse sich ein IT-Security-Anbieter mit den Geschäftsmodellen seiner Kunden auseinandersetzen, betonte Dietmar Hilke, Director Cyber Security von Cisco System.

Am Beispiel der aktuellen Explosionen von Pagern und Sprechfunkgeräten im Libanon wies Dietmar Hilke, Director Cyber Security von Cisco Systems, in seinem Statement auf die zunehmenden Gefahren durch neuartige ‚Supplychain-Attacken‘ hin, die er als ‚disruptive Innovationen‘ bezeichnete. Deshalb werde auch die Interoperatibilität zwischen den Security-Lösungen unterschiedlicher Anbieter wichtiger.

Dr. Peter Schill, Manager Systems Engineering von Fortinet, empfahl Unternehmen sich schon heute mit Postquantenkryptografie auseinanderzusetzen, was nach den Worten von Arnd Gille zumindest die Dax 40-Unternehmen auch bereits täten. Er wies auf den Post Quantum Act in den USA hin und empfahl Unternehmen zunächst eine Inventarisierung ihrer bereits eingesetzten Sicherheits- und Verschlüsselungslösungen.

Neue Security-Produkte und -Lösungen

Zu den Highlights der ‚Security Days‘ gehörten die Keynote-Speaker Linus Neumann, Berater für IT-Sicherheit, Nicola Winter, Kampfflugzeugpilotin und Luft- und Raumfahrt-Ingenieurin sowie der IT-Security-Experte und Autor Tobias Schrödel.

Flankierend zu den Vorträgen informierten rund 20 Hersteller- und Technologiepartner über ihre neuesten Security-Produkte und -Lösungen. Erstmals fand an beiden Veranstaltungstagen ein Endpoint Security Gaming Workshop im „Capture the Flag“-Modus statt.

Der Veranstalter und Gastgeber der zweitägigen Fachkonferenz – die Controlware GmbH – zählt zu den Marktführern unter den IT-Dienstleistern und Managed Service Providern in Deutschland. Das Unternehmen ist Teil der Controlware Gruppe, zu der auch die Networkers AG sowie Controlware Österreich gehören, und erwirtschaftet mit insgesamt rund 1.000 Mitarbeitenden nach eigenen Angaben einem Umsatz von über 400 Mio. Euro.

Der IT-Dienstleister versteht sich selbst als Digitalisierungspartner von mittelständischen und großen Unternehmen sowie von Behörden und Einrichtungen der öffentlichen Hand. Mit “agilen und resilienten IT-Lösungen“ in den Bereichen Network Solutions, Information Security, Data Center & Cloud, Collaboration, IT-Management und Managed Services unterstützt Controlware seine Kunden nach eigenen Worten dabei, „die Weichen für einen wirtschaftlichen, zukunftssicheren und nachhaltigen IT-Betrieb zu stellen”.

Bilder: Controlware

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