Cloud

„Auch die Cloud ist zunehmend vernetzt“

Im Interview erläutert Roger Scheer, Regional Vice President of Central Europe bei Tenable, wie ein Exposure Management Cybersecurity-Teams befähigt, Cloud-Bedrohungen vorherzusehen.

Roger Scheer

Roger Scheer verfügt über umfangreiche Erfahrung im Bereich „Cybersicherheit“ und ist seit über 25 Jahren im IT-Vertrieb sowie in Führungspositionen im Vertrieb tätig.

ITD: Herr Scheer, bitte geben Sie uns einen Überblick über die Cloud-Infrastruktur, die private und öffentliche Cloud-Optionen umfasst, und wie diese in hybride Umgebungen passen?
Scheer:
Wenn es um die Cloud geht, haben Unternehmen eine Reihe von Optionen, darunter private, öffentliche, hybride und sogar Community-Lösungen. Während öffentliche und private Clouds viele Gemeinsamkeiten aufweisen, besteht der Hauptunterschied darin, dass mehr als eine Organisation eine öffentliche Cloud über das Internet gemeinsam nutzt, während eine private Cloud einer Organisation gewidmet ist und über ein privates Netzwerk gemeinsam genutzt wird.

Oft entscheiden sich Unternehmen für die Einführung eines Hybrid-Cloud-Modells mit öffentlichen und privaten Cloud-Diensten, wobei häufig die wichtigsten Daten und Anwendungen in einer Private Cloud und der Rest in einer Public Cloud abgelegt werden.

ITD: Welche Risiken müssen bei der Einführung der Cloud berücksichtigt werden?
Scheer:
Auch die Cloud ist zunehmend vernetzt, sodass Sicherheitsprobleme, die ihren Ursprung in der Cloud haben, auf die lokale Umgebung übertragen werden können und umgekehrt. Zudem könnten Sicherheitsprobleme, die ihren Ursprung in einem gemeinsam genutzten oder öffentlichen Cloud-Bereich haben, ohne das Wissen des Unternehmens auf Systeme und Daten übergreifen, wenn sie nicht ausreichend geschützt sind. Wenn z.B. ein Bedrohungsakteur Zugriff auf eine Komponente in einem gemeinsam genutzten Bereich erhält, könnte jede verbundene Organisation gleichermaßen gefährdet sein.

ITD: Wie beurteilen Angreifer den externen Perimeter einer Organisation?
Scheer:
Wenn ein Angreifer die Angriffsfläche eines Unternehmens bewertet, sucht er nach der richtigen Kombination aus Schwachstellen, Fehlkonfigurationen und Identitätsprivilegien, die ihm am schnellsten den größten Zugriff ermöglicht.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 6/2023. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

ITD: Wie implementieren große Unternehmen ein Exposure-Management-Programm, insbesondere um die Cloud-
Abwehr zu stärken?
Scheer:
Ein Exposure-Management-Programm kombiniert die mit dem Expositionsmanagement verbundenen Personen, Prozesse und Technologien. Technologien wie Schwachstellenmanagement, Webanwendungssicherheit, Cloud-Sicherheit, Identitätssicherheit, Angriffspfadanalyse und Angriffsflächenmanagement werden eingesetzt, um dem Unternehmen zu helfen, die gesamte Breite und Tiefe seiner Gefährdung zu verstehen, sodass IT-Teams die erforderlichen Maßnahmen ergreifen können, um diese zu reduzieren. Unternehmen, die Cyberangriffe vorhersehen und die Risiken zur Entscheidungsunterstützung kommunizieren können, werden am besten in der Lage sein, sich gegen neu auftretende Bedrohungen zu verteidigen.

Bildquelle: Tenable

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