Backup-Lösungen

Auf die Daten kommt es an

Schnelle Wiederherstellung war bei herkömmlichen Backup-Lösungen bislang zweitrangig. Angesichts wachsender Datenmengen setzt ein Sinneswandel ein. All-Flash als Backup-Speicherziel weist in die richtige Richtung, mit der Disaggregated-Shared-Everything-Architektur (DASE) kommt die Wiederherstellung erst richtig auf Trab.

Eine Schatztruhe

Auf den Datenschatz kommt es heutzutage in Unternehmen an. Daten sind die treibende Kraft hinter dem Erfolg.

Daten sind in Unternehmen heute die treibende Kraft hinter der Entscheidungsfindung, Kundenbindung und letztlich dem Umsatzwachstum. Ein Datenverlust, sei es aufgrund von Naturereignissen, Cyberangriffen, Hardware-Ausfällen oder schlicht menschlichem Versagen, kann katastrophale Folgen haben. Eine funktionierende Datensicherung ist jedoch nur der erste Schritt der Vorsorge. Der zweite und wohl wichtigere Schritt ist eine schnelle Wiederherstellung, um Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb zu vermeiden.

Die Vernetzung der verschiedenen On-Premises-, Hybrid-Cloud- und SaaS-Anwendungen eröffnet Angreifern heute viele Möglichkeiten. Die primäre Überlegung beim Thema „Disaster Recovery“ sollte daher sein, wie schnell eine Wiederherstellung überhaupt möglich ist. Das Vorhandensein von Sicherungsdaten ist nur ein Teil der Gleichung. Unternehmen müssen dafür sorgen, dass sie die Daten aus den Backups tatsächlich auch schnell wiederherstellen können. Ältere, herkömmliche Backup-Speicherziele erweisen sich nicht als hilfreich.

Weiterentwicklung der Wiederherstellung

Die heutigen ausgeklügelten Angriffe, die ganze IT-Systeme lahmlegen, schaffen völlig neue Rahmenbedingungen. Während der Ablauf von Ransomware-Angriffen allgemein bekannt ist, ist der Weg zur Wiederherstellung in vielen Unternehmen weniger klar. Einige zahlen das Lösegeld, um vermutlich wieder Zugriff auf ihre Daten zu erhalten. Andere entscheiden sich dafür, sofort mit der Wiederherstellung der Daten – in ihrem letzten bekannten, nicht infizierten Zustand – zu beginnen. Wenn Unternehmen dazu problemlos und schnell in der Lage sind, können sie sich hohe Lösegeldzahlungen ersparen und vor künftigen Angriffen schützen.

Der Weg zu schnellen Wiederherstellungen hängt für Unternehmen in der Regel von einigen Variablen ab. Dazu gehören:

Die Netzwerktopologie, also der Weg, den ihre Daten von der Quelle zum Ziel nehmen, und die Zeit, die sie dafür benötigen. Unternehmen optimieren die Bandbreite oft durch Datenreduzierung, Lastausgleich, Drosselung etc.
Die Anzahl der Data Mover – physisch oder virtuell. Eine Erhöhung der Anzahl der Data Mover in einem System ermöglicht Wiederherstellungen mit mehreren Streams.

Die „Landing Zone“ oder ein sauberes Netzwerkziel für die Wiederherstellung ihrer unveränderlichen Daten oder unzerstörbaren Snapshots im Fall eines Angriffs.

Das Datensicherungsziel. Für Unternehmensrechenzentren ist dies meist der Engpass, da herkömmliche Backup-Appliances Daten etwa 20 Prozent so schnell lesen, also wiederherstellen, wie sie Daten schreiben, also sichern. Selbst wenn die ersten drei Punkte abgehakt sind, können Restores nur so schnell sein wie die Leseleistung des Sicherungsziels.

Die bislang weit verbreiteten Purpose-built Backup-Appliances (PBBAs) bieten keine hohe Leseleistung. Sie können zwar Daten schnell auf die Festplatte schreiben und sie zur Kapazitätsoptimierung deduplizieren, aber genau dies schränkt sie bei der schnellen Wiederherstellung großer Datensätze ein, was in Zeiten von Ransomware jedoch entscheidend ist. Es ist somit leicht, Daten in das Backup-System zu übertagen, aber schwer, sie für eine schnelle Wiederherstellung abzurufen.

Backups reizen Grenzen aus

Je kleiner die Größe der Systemblöcke, desto mehr einzelne Blöcke gilt es bei der Wiederherstellung von Daten über zufällige I/O zu „rehydrieren“. Festplatten eignen sich aufgrund der zeitaufwendigen Bewegung des Plattenkopfs nicht gut für zufällige I/O-Operationen. Als PBBAs in den frühen 2000er-Jahren auf den Markt kamen, belief sich ein großer Datensatz auf etwa 500 GB. Somit ist es kein Wunder, dass die heutigen Backups die Grenzen dieser Architektur stark ausreizen. Das Ergebnis ist, dass große, vollständige Systemwiederherstellungen über ältere Backup-Appliances bis zu mehreren Wochen dauern können.

Alle Wege führen zu All-Flash

Tatsache ist heute, dass Deduplizierung auf Festplatten in Kombination mit schnellen Restores niemals funktionieren wird. Aus diesem Grund findet die Wiederherstellungsleistung von PBBAs älteren Musters in den technischen Datenblättern kaum Erwähnung. Kunden entdecken diese Beschränkungen oft erst zum ungünstigsten Zeitpunkt. Der Backup-Durchsatz und die Anpassung der Backup-Jobs an enge Zeitfenster sind wichtig, aber eigentlich sichern Unternehmen nur, um im Ernstfall (schnell) wiederherstellen zu können. Daher muss unbedingt gewährleistet sein, dass ihr Backup-Speicherziel über die nötige Leistung verfügt, um ihre Recovery-Time-Objective-Anforderungen (RTO) zu erfüllen.

Für viele Unternehmen läuft dies auf eine Lösung hinaus, die auf All-Flash basiert. Erforderlich ist jedoch eine Technologie, die globale Datenalgorithmen nutzt, um die Kosten zu optimieren, ohne die Leistung zu beeinträchtigen. So ermöglicht es z.B. die DASE-Architektur von Vast Data, Daten achtmal schneller zu lesen als zu schreiben. Während herkömmliche PBBAs fast immer zum Engpass werden, ist eine moderne DASE-basierte Backup-Plattform der schnellste Teil der Wiederherstellungspipeline.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 5/2023. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

„Globale“ Snapshots ermöglichen zudem eine sofortige Wiederherstellung eines vorherigen Stands der Daten. Hierzu werden Snapshots in regelmäßigen Intervallen auf einem zweiten All-Flash-System gespeichert. Unternehmen können dabei flexibel 100.000 Snapshots in jeder Namespace-Tiefe mit einer Granularität von nur 15 Sekunden erstellen. Diese Snapshots sind direkt wieder zugreifbar auf dem Primärsystem ohne Wartezeit, bis ein Backup wiederhergestellt ist. Dies ist kein vollständiger Ersatz für ein klassisches Backup, aber der Mechanismus macht es sehr unwahrscheinlich, auf die Wiederherstellung eines älteren Backups warten zu müssen.

Kosteneffizient, schnell und skalierbar

Unternehmen profitieren von einer Backup-Plattform im Exabyte-Bereich mit einem einzigen globalen Datenreduktionspool. Darüber hinaus ermöglicht die Architektur ein noch nie dagewesenes Maß an Kosteneffizienz und Langlebigkeit des Flash-Speichers. Die übliche Komplexität bei der Bereitstellung und Verwaltung der Backup-Infrastruktur entfallen. Unternehmen müssen somit nicht mehr zwischen Kosten und Wiederherstellungstempo abwägen oder sich Gedanken über Kapazität und Skalierung machen.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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