Hartmut Bolton, Geschäftsführer von Infraray
Kerngeschäft von Infraray sind Lösungen für Netzwerk-Management, -sicherheit und -automatisierung, IT-Infrastruktur-Management und die Steuerung der kompletten Geschäftsinfrastruktur. Mit Infraray BICS hat Auconet – seit 2018 Teil der Beta Systems Group – ein hoch skalierbares Multitalent für Network Visibility und Management großer IT-Infrastrukturen geschaffen. Wie mit einem Röntgenblick (X-Ray) durchleuchtet BICS IT-Infrastrukturen bis auf die unterste Ebene und schafft damit erst die Voraussetzung für Kontrolle und Sicherheit. Dieser einzigartige Produktcharakter manifestiert sich künftig sowohl im Produkt- als auch im neuen Unternehmensnamen Infraray. „Die Umbennung spiegelt exakt wider, was unsere Technologie ausmacht“, sagt Hartmut Bolten, Geschäftsführer von Infraray. BICS geht IT-Infrastrukturen auf den Grund und durchleuchtet, visualisiert sowie sichert sie aus einer zentralen Anwenderoberfläche heraus. Die Software ist hochskalierbar für Netzwerke bis zu über 1 Million Endpunkten und sichert über ihre „Multi-Tenant- and Head/Sub“-Architektur alle angebundenen Assets. Infraray BICS bindet Geräte beliebiger Hersteller an, die über eine zentrale Configuration-Management-Datenbank verwaltet werden.
Derzeit bringt Infraray eine Reihe von Produktoptimierungen voran. Eine verbesserte Analyse der Routing-Informationen erlaubt die Netzwerk-Discovery über Seed-Router sowie die exakte Erkennung von Netzwerkgrenzen zur Lokalisierung von Edge-Geräten. Im Bereich des Flow Reporting gibt es detailliertere Beobachtungssätze für industrielle bzw. vorhersehbare Umgebungen. Desweiteren kann man den Netzwerkverkehr mittels Verweigerungs-/Zulassungslisten überwachen sowie verfügbare Zusammenstellungen von „Command & Control“-Servern automatisch importieren und deren Nutzung alarmieren. Auf der Infraray-Roadmap für 2023 steht die Fertigstellung des HTML5-WebClient für das Modul „Asset Management“, die Visualisierung einer Layer3-Topologie, Path Detection kommunizierender Komponenten, die Erneuerung und Erweiterung der Administrations-GUI zum Self-Management der Appliance (Self-Deployment: Patches und Software-Updates), erweiterte Unterstützung virtualisierter Umgebungen sowie die Verbesserung des Endpoint Profiling.
Die Deutsche Bahn ist ein Global-200-Unternehmen mit einer komplexen, dynamischen IT-Infrastruktur. Ihre mehr als 15.000 Switches und Router stellen eine Mischung aus Geräteherstellern wie Cisco, Juniper und Enterasys dar. BICS (Business Infrastructure Control Solution) kommt zum Einsatz, um damit 350.000 Netzwerk-Ports in einem Dutzend Ländern zentral zu sichern, zu steuern und zu verwalten. Dadurch profitiert die Deutsche Bahn von einer durchgängigen Netzüberwachung, der Kontrolle über alle Ports und der Verwaltung des gesamten Netzes über eine einzige Konsole. Innerhalb weniger Stunden entdeckte BICS nicht nur die 350.000 Ports, von denen die Deutsche Bahn wusste, sondern auch 20.000 bisher unentdeckte Endpunkte. Dies ermöglichte eine genaue Kostenzuordnung für die DB Systel, dem internen IT-Dienstleister der Deutschen Bahn.
Die meisten IT-Operations-Management-Lösungen (ITOM) für Netzwerksicherheit und -kontrolle konnten nur die Produkte eines bestimmten Herstellers verwalten. BICS zeichnet sich durch seine Fähigkeit aus, jeden Router, Switch und Endpunkt jedes Herstellers zu erkennen, zu überwachen und zu verwalten. Die Lösung bietet eine Echtzeitsichtbarkeit aller Endpunkte und Uplinks und integriert sich nahtlos in die CA-Spectrum-Verwaltungskonsole. Es dauerte weniger als vier Stunden, um die Netzwerkparameter in die nahezu Plug-and-Play-fähigen BICS Appliances einzugeben und sie voll funktionsfähig zu machen – für alle sieben von DB Systel lizenzierten Instanzen. Am selben Tag lieferte BICS überraschend mehrere 1.000 nicht erfasste Endpunkte, die eine genauere innerbetriebliche Leistungsverrechnung mit neuem Umsatzpotenzial für die DB Systel bildeten. Innerhalb von zwei Tagen konnte die Deutsche Bahn ihr gesamtes herstellerunabhängiges IT-Netzwerk – jeden Router, Switch, Computer, Bürodrucker und jedes Smartphone – inklusive Fahrkartenautomaten in Bahnhöfen sehen. Mit der vollständigen Integration von BICS in bestehende Datenbanken haben Anwender:innen Zugriff auf alle Transaktions-, Buchhaltungs-, Anlagen-, Änderungs- und Problemdaten. Der Bahngigant nutzt diese Echtzeitansicht für zentrale Steuerung, Sicherheit, Nachvollziehbarkeit und verbesserten IT-Betrieb und schafft damit einen Mehrwert für seine globale Infrastruktur.
Bildquelle: Infraray