Für Herbst und Winter sind strenge Energiesparmaßnahmen in Kraft getreten
Nehmen wir das Beispiel „Neun-Euro-Ticket“: Zwar sprach der Verband der Verkehrsunternehmen (VDV) angesichts 52 Millionen verkaufter Tickets von einem „vollen Erfolg“, aber die massive Nachfrage hat auch die Schwachstellen des öffentlichen Nahverkehrs offengelegt: überfüllte Züge, Personalmangel, unzählige Verspätungen. Soll der ÖPNV langfristig attraktiver werden, muss in Zukunft noch viel in den Bus- und Bahnverkehr investiert werden.
Zugleich sind für Herbst und Winter strenge Energiesparmaßnahmen aus Sorge vor möglichen Energieengpässen in Kraft getreten: In öffentlichen Gebäuden dürfen Durchgangsbereiche wie Flure, Foyers oder Technikräume nicht länger beheizt werden. In den Innenräumen gilt eine Maximaltemperatur von 19 Grad Celsius. Für Krankenhäuser, Kitas und Schulen gelten Ausnahmen. Sehenswürdigkeiten in großen Städten – wie etwa der Kölner Dom – bleiben nachts unbeleuchtet.
Aber auch im privaten Bereich gibt es Einschränkungen: So werden etwa Klauseln in Mietverträgen über eine bestimmte Mindesttemperatur vorübergehend ausgesetzt und private Pools dürfen nicht mehr mit Gas und Strom aus dem Netz beheizt werden. Ob diese Sparmaßnahmen am Ende reichen, wird sich zeigen. Sicher ist: Der Herbst und Winter werden zur Belastungsprobe für die Wirtschaft, Gesellschaft und Politik.
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