Energiedienstleister implementiert One-Automation-Plattform von Automic

Automatisierung des Rechenzentrums

Die Automatisierung des Rechenzentrums durch die One-Automation-Plattform von Automic beschleunigt bei der RWE IT die ­Provisionierung und senkt gleichzeitig die Komplexität innerhalb der Infrastruktur.

Windenergie, Bildquelle: RWE

Schwerpunkt von RWE ist die Erzeugung, der Transport sowie Handel und Vertrieb von Strom und Gas.

Dass die Fachseite immer mehr Tempo verlangt, ist nicht neu. Sie muss schnell Innovationen auf den Markt bringen und benötigt dafür die entsprechenden Prozesse, die mitunter ganz oder in Teilen über mobile Apps oder Social Media abgewickelt werden sollen. Dabei gerät der IT-Verantwortliche immer mehr unter Druck: Einerseits arbeitet er mit vielen Altanwendungen, die nicht nur aufwendig gepflegt werden müssen, sondern auch behäbig sind, wenn es um Anpassungen und Veränderungen geht. Andererseits soll er schnell neue Applikationen entwickeln und moderne Technologien in die komplex gewachsene IT-Landschaft integrieren. Diese Anforderungen kennt jeder und sie kommen der Quadratur des Kreises ziemlich nahe. Michael Neff, CIO der RWE und Geschäftsführer der RWE IT GmbH, stellt sich dieser Herausforderung. Das Projekt „Data Center Service Automation“ (DCSA) war der erste Meilenstein auf dem Weg in eine flexiblere Zukunft. Das Ziel war, die Bereitstellungszeiten für virtuelle Maschinen auf das Niveau eines externen Cloud-Anbieters zu bringen und Prozesse zu beschleunigen.

Komplexe IT-Landschaft

Potential gab es beispielsweise bei der Change Execution, in die zahlreiche Teams involviert waren und die deshalb viel Zeit in Anspruch nahm. Außerdem dauerten Auftragsübergaben teilweise länger als deren Durchführung. Auch die Serverbereitstellung sollte beschleunigt werden. Darüber hinaus erschwerte die gewachsene Infrastruktur mit den verschiedenen Plattformen, wie Unix und VMware, die Umsetzung von Änderungen. Einzelne RZ-Bereiche waren zwar bereits hochgradig automatisiert, aber es fehlte die Gesamtsicht, was zu Reibungsverlusten an den Schnittstellen führte. RWE IT suchte deshalb eine Lösung, um die Komplexität der Prozesse beherrschbar zu machen und sie durchgängig zu automatisieren. Das Unternehmen implementierte die „One Automation Platform“ von Automic. Laut Michael Neff war das Ziel, „durch die Automatisierung des gesamten Lifecycle-Managements die Geschwindigkeit zu erhöhen, die Durchlaufzeiten zu verkürzen und Kosten zu reduzieren, ohne dabei Qualität einbüßen zu müssen“.

Am besten alles automatisieren

Während des Projektes wurden alle RZ-Prozesse, die sich dazu eigneten, durchgängig automatisiert. Durch die ITIL-konforme Abwicklung wurden die Aktivitäten im Rahmen des Change Managements dokumentiert. Darüber hinaus ist die Automatisierungsplattform an das Incident-Management-System angebunden und bietet einen Fallback-Mechanismus für eventuelle Ausfälle. Über ein Webportal können die IT-Mitarbeiter jetzt Prozesse starten und überwachen, Fehler beheben und Abläufe der Betriebe steuern. Zudem integriert die Plattform vorhandene Systeme und Technologien wie virtuelle Umgebungen und IT-Service-Management-Lösungen (ITSM).

Als Ergebnis hat RWE IT seine Prozesskosten reduziert und einfache, sich wiederholende Massentätigkeiten automatisiert, vor allem über Abteilungen hinweg. Desweiteren wurde die Durchführung konzeptioneller Aufgaben sowie die Implementierung und der Betrieb individueller Lösungen erleichtert. Wenn ein Anwender nun eine Leistung bestellt, wird der Prozess für die technische Bereitstellung automatisch ausgelöst. „Mit dem Projekt haben wir die Prozess- und Datenqualität verbessert, die Durchlaufzeiten sind zudem reproduzierbar und verkürzen sich deutlich“, erklärt Michael Neff.  Am Ziel seiner Bemühungen ist er damit allerdings noch nicht angekommen. Im nächsten Schritt wird es darum gehen, nicht nur Infrastruktur, sondern auch Anwendungen bzw. Prozesse schneller bereitzustellen. Dann könnten Geschäftsbereiche und deren Entwickler Applikationen und Prozesse anfordern, die dann automatisiert in der richtigen Konfiguration geliefert werden. Die Bereitstellungzeit soll in diesem Bereich mittels Automatisierung um rund 50 Prozent reduziert werden und würde RWE damit einen Geschwindigkeits- und Kostenvorteil verschaffen. Darüber hinaus sinkt die Fehlerquote, so dass jedem Anwender von vornherein die richtigen Rollen zugeordnet werden.

„Um ähnlich schnell wie Cloud-Anbieter zu werden, müsste man in vielen Fällen eine ganz neue Systemlandschaft aufbauen oder zumindest einige Anwendungen komplett ersetzen. Jetzt haben wir einen Weg gefunden, der uns extrem schnell macht, ohne alles neu zu entwickeln. Zudem ist weiterhin alles miteinander integriert und wir schaffen keine neuen Datensilos, denn diese Gefahr besteht bei der Nutzung von externen Cloud-Lösungen durchaus“, schließt Neff.

 

Über RWE IT
Die RWE IT GmbH ist der interne IT-Dienstleister des RWE-Konzerns. Mit den eigenen IT-Leistungen werden alle wesentlichen Stufen der Wertschöpfungskette des Energiegeschäfts abgedeckt: die Erzeugung, der Transport sowie der Handel und Vertrieb von Strom und Gas. Zum Angebot gehören die Bereitstellung, Entwicklung und der Betrieb von Standard- und Spezialsoftware sowie der entsprechenden Hardware- und Netzinfrastruktur. Das Unternehmen beschäftigt rund 2.200 Mitarbeiter an verschiedenen Standorten.
Im Internet: www.rwe.com

Bildquelle: RWE

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