Hier wird fleißig gearbeitet: Die Bernau Arena im Berliner Ladeburger Dreieck nimmt Form an.
Mittels Smartphone-App sehen die Beschäftigten auf der Baustelle bis auf einen Meter genau, an welchem Lagerplatz das Material liegt.
7500 Kubikmeter Beton und 1.125 Tonnen Betonstahl auf einer 2,5 Hektar großen Fläche: Im Nordosten von Berlin am Ladeburger Dreieck unterstützt ein Experte für Beton-Schalungselemente den Bau der Bernau Arena. Die Multifunktionshalle wird nicht nur Sitzplätze für 2.000 Zuschauer bieten, sie soll auch über ein Parkhaus mit 600 Stellplätzen verfügen. Schulen und Vereine sowie hochklassiger Ligasport wie die Zweitliga-Basketballer Lok Bernau profitieren künftig von der professionell konzipierten Sport- und Veranstaltungsstätte.
Bei Großprojekten setzen Bauunternehmen auf Ortbeton, da sich der flüssige Beton dank des Schalungssystems an die gewünschte Form – etwa Fundament, Wand oder Decke – anpasst. Abhängig von der Zusammensetzung braucht der Beton einige Tage Unterstützung, bis das Material fest ist. Die Schalungselemente kommen von Experten wie der Peri SE aus Weißenhorn in Bayern, die das passende System für jede Form anbieten.
Großbaustellen wie die Bernau Arena erfordern technische und handwerkliche Präzisionsarbeit. Grundvoraussetzung dafür: Eine effiziente Organisation der Arbeitsabläufe und –schritte. Maschinen, Materialien und Werkzeuge müssen pünktlich auffindbar sein, um Verzögerungen, einen hohen Personalaufwand bei der Suche und Kosten zu vermeiden.
Damit effiziente und transparente Arbeitsabläufe gelingen, setzen Planer und Projektverantwortliche aus der Baubranche laut einer aktuellen PwC-Studie vermehrt auf digitale Tools. Dennoch besteht eine Lücke von 45 Prozent zwischen den Potenzialen digitaler Lösungen und den Fähigkeiten der Unternehmen. Dies bezieht sich auch auf den Einsatz von IoT-Lösungen, zu denen Tracking- und Tracing-Anwendungen zählen, die die Verfolgung von Materialien und Maschinen in Echtzeit ermöglichen.
Großprojekte wie die Bernau Arena erfordern von Schalungsunternehmen, ihre Gerüste, Schalwagen, Schalungswände und -systeme direkt zu lokalisieren, damit sie schnell zum nächsten Einsatzort gelangen. Hierfür setzt Peri auf eine digitale Lösung mit IoT-Systemen.
So sind die Beton-Schalungselemente mit einem wasserdichten und stoßfesten Low Cost Tracker ausgestattet, der über Mobilfunk täglich seine Position an die IoT-Cloud der Telekom sendet. Die Logistiker sehen sofort, auf welcher Baustelle oder in welchem Mietlager das gesuchte Teil liegt.
Zur Lokalisierung der Schalungselemente auf der Baustelle dient die Bluetooth-Lösung des Anbieterpartners Syfit. Mittels Smartphone-App sehen die Beschäftigten auf der Baustelle bis auf einen Meter genau, an welchem Lagerplatz das Material liegt, und sparen so die Zeit für die Materialsuche zu Fuß.
Dank der Lösung weiß der Hersteller sofort, welche Teile im Einsatz sind und welche in einem der Lager liegen. Das erleichtert die Verwaltung der Bestände. Die Lagermitarbeiter haben einen Überblick, wann Teile das Lager verlassen oder eintreffen und können die Elemente auf dem kürzesten Weg zustellen.
Kürzere Transportfahrten sparen Zeit und Kosten und sorgen dank niedrigerem CO²-Ausstoß für mehr Nachhaltigkeit. Zudem kann das Schalungsunternehmen präzise Lieferzeiten nennen und verlorenes oder gestohlenes Material über die Lösung lokalisieren.
Gegründet: 1969
Mitarbeiter: 9.100 in über 65 Tochtergesellschaften weltweit
Hauptsitz: in Weißenhorn
Jahresumsatz: 1.846 Millionen Euro (2022)
Bildquelle: Peri SE