Strafzahlung, Schadensersatz, Entlassungen

Bilanzskandal kommt Toshiba teuer zu stehen

Update: Entlassungen geplant. Toshibas hatte über Jahre hinweg Bilanzen gefälscht. Dies wird nun teuer: Die japanische Börsenaufsicht verlangt eine Strafe in Höhe von 55 Millionen Euro. Außerdem verklagen mehrere Aktionäre das Unternehmen.

Update 21.12: Als Folge der unten beschriebenen Verfehlungen streicht Toshiba nun fast 7.000 Arbeitsplätze. Ein Großteil im Fernsehgeschäft (3.700 Stellen), in der PC-Sparte sollen 1.300 Stellen gekürzt werden. Dies kündigte der japanische Konzern heute, am Montag an. Das Unternehmen will sich künftig stärker auf Chip-Produktion und Kernenergie ausrichten.

Geschönte Bilanzen und frisierte Gewinne bei Toshiba wurden im Juli bekannt. Das Unternehmen hatte von 2008 bis 2014 umgerechnet 1,13 Milliarden Euro zu hohe Gewinne ausgewiesen. Der Konzernchef Hisao Tanaka und mehrere Verantwortliche mussten deshalb ihre Posten räumen.

Strafzahlung

Die Wertpapieraufsichtskommission hat der Finanzaufsichtsbehörde FSA empfohlen, eine Rekordstrafe gegen Toshiba von 7,37 Milliarden Yen (55 Mio Euro) zu verhängen. Diese Strafzahlung wäre die höchste jemals von ihr verlangte Summe.

Schadensersatz

Einige Anteilseignern verklagen Toshiba zudem auf Schadensersatz in Höhe von rund 300 Millionen Yen (etwa 2,2 Millionen Euro), weil der Aktienkurs in Folge des Skandals einbrach. Die 50 Aktionäre verklagten beim Bezirksgericht Tokio drei frühere Präsidenten und zwei Finanzchefs ein.

 Bildquelle: Thinkstock / Getty

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