Dr. Michael Berger: „Die Pandemie fungiert als Turbo bei der Digitalisierung der Arbeitswelt.“
ITD: Herr Berger, inwieweit haben sich bereits hybride Arbeitsmodelle in deutschen Unternehmen etabliert?
Michael Berger: Wir erleben einen Wandel, der bei den jungen Generationen „Y“ und „Z“ schon heute deutlich spürbar ist: Das Leben wird nicht mehr so strikt wie früher in Arbeit und Freizeit unterteilt, sondern aus Perspektive der individuellen Work-Life-Balance betrachtet. Daher kommt es für die Unternehmen darauf an, allen Beschäftigten eine flexible, individuelle Gestaltung dieser Balance zu ermöglichen.
ITD: Was sind Nachteile beim vollständigen Arbeiten von daheim aus?
Berger: Das Gemeinschaftsgefühl muss erhalten bleiben – und die Zufriedenheit der Mitarbeiter spielt eine große Rolle. Vor allem der informelle Austausch untereinander fehlt, der für kreative Prozesse wichtig ist.
ITD: Wie sollte der Arbeitsplatz gestaltet sein, damit sich die Mitarbeiter wohlfühlen?
Berger: Bei der zukunftsorientierten Gestaltung wird die Büroarbeit nicht einfach auf das Homeoffice erweitert, sondern künftig mehr zum Shared-Desk-Modell transformiert. Die Kollegen werden mit Sicherheit nicht mehr ständig oder auch nur überwiegend vor Ort sein, auch weil in Metropolregionen viele raus aufs Land -ziehen und, wie schon gesagt, mehr auf ihre Work-Life-Balance achten. Diese Trends berücksichtigen wir schon lange und freuen uns daher sehr über die Auszeichnung mit dem Top-Job-Siegel 2022, auch wegen des besonders guten Mitarbeiter-Feedbacks im Bereich „Kultur & Kommunikation“.
ITD: Wie tragen Sie dem Trend mit Ihrer Software für das Dokumenten-Management Rechnung?
Berger: Wir platzieren unsere Software als zentrales System in der IT-Landschaft. Damit werden Dokumente und Wissen verwaltet, aber auch Prozesse digitalisiert und automatisiert. Teilweise sind das umfangreichere End-to-End-Prozesse in den Unternehmen, nicht nur im Finanzbereich, sondern z.B. auch im Personal- oder Vertragswesen oder im Qualitätsmanagement. Dazu sind Tools für die zeitgemäße Zusammenarbeit ebenso ausschlaggebend wie die Integration in die IT-Landschaft. Bei der modernen Kollaboration haben wir schon immer Technologien anderer Hersteller integriert, aktuell ist Microsoft Teams im Fokus; mit der neuen Version ist es direkt über die Docuware-Oberfläche möglich, archivierte Dokumente in Chats oder Kanälen von Teams zu teilen. Workflows sind fehlersicher und gemeinsam auch im Homeoffice nutzbar, die Highlight-Suche liefert schneller Ergebnisse in jedem ERP- oder CRM-Programm mithilfe der „Copy-and-paste“-Funktion.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 4/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
ITD: Sie sprechen bei den Neuerungen gern von einem „Booster für die Kollaboration“. Was genau ist damit gemeint?
Berger: Die meisten neuen Funktionen dienen der Integration mit anderen Systemen oder der besseren Zusammenarbeit von Nutzern auch an verteilten Standorten. Die Integration einer elektronischen Signaturtechnologie trägt dazu bei, die Geschäftskontinuität und Produktivität aller Remote-Teams zu sichern. Desweiteren können Neukunden unsere vorkonfigurierten Cloud-basierten Lösungen noch schneller in Betrieb nehmen – und Bestandskunden können sie einfacher erweitern.
Bildquelle: Docuware