Verschlüsselung

BSI empfiehlt Migration zu quantensicherer Kryptografie

Quantencomputer gefährden langfristig etablierte Verfahren wie RSA. Das BSI stuft die Bedrohung als real ein und empfiehlt bis 2031 den Umstieg auf quantenresistente Algorithmen.

BSI empfiehlt Migration zu quantensicherer Kryptografie

Klassische Verschlüsselungsverfahren wie RSA sind seit Jahrzehnten das Fundament der IT-Sicherheit. Diese Algorithmen basieren auf mathematischen Problemen, die für heutige Rechner praktisch unlösbar sind. Doch das wird nicht immer gelten: Leistungsfähige Quantencomputer könnten klassische Verfahren angreifbar machen, weil sie mit speziellen Algorithmen bisher unlösbare mathematische Probleme lösen können.

Diese Gefahr ist nicht länger rein hypothetisch, sondern wird vom BSI als reale langfristige Bedrohung eingeordnet. Parallel dazu gibt es die Möglichkeit, Daten heute zu speichern und später mit einem Quantencomputer zu entschlüsseln („store now, decrypt later“). Dadurch müssen Geschäfts- und Staatsgeheimnisse mit langen Aufbewahrungsfristen bereits jetzt geschützt werden.

Vor diesem Hintergrund haben die Experten des BSI die Technische Richtlinie TR-02102 überarbeitet. In dieser Richtlinie werden kryptografische Verfahren und empfohlene Schlüssellängen beschrieben und der Einstieg in die quantensichere Kryptografie empfohlen. Sie umfasst Verfahren, die gegen Angriffe von Quantencomputern resistent sind. Das BSI fordert eine frühzeitige Migration. Bis Ende 2031 soll der alleinige Gebrauch der traditionellen Algorithmen der Vergangenheit angehören.

Bild: freepik

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