Innovationskraft der deutschen Wirtschaft

Bürokratie und starre Strukturen bremsen Unternehmen

Eine Studie zeigt: Der deutschen Wirtschaft fehlt Innovationskraft. Viele Mitarbeitende beklagen die starre Unternehmenskultur und wenig kritikfähige Führungskräfte.

Erstarrter Beton

Mitarbeitende kritisieren starre, bürokratische Unternehmenskultur

Die repräsentativen Ergebnisse der Arbeitszufriedenheitsstudie des Personaldienstleisters Avangarde Experts, die in Zusammenarbeit mit YouGov unter 1.050 Arbeitskräften in Deutschland durchgeführt wurde, zeigen: 2024 befindet sich die Arbeitszufriedenheit deutscher Mitarbeitender auf höchstem Niveau. Insbesondere der IT-Sektor verzeichnet im Branchenvergleich Rekordergebnisse.

Doch beim Thema Innovationskraft hat Deutschland Nachholbedarf - eine bürokratische Unternehmenskultur, starre Strukturen und fehlendes Budget bremsen aus. Und obwohl viele ihren Unternehmen einen positiven Umgang mit Fehlern bescheinigen, mangelt es in deutschen Chefetagen an Kritikfähigkeit und Selbstreflexion.

IT-Branche: Champion bei der Arbeitszufriedenheit

83 Prozent der Studienteilnehmer sind eher bis sehr zufrieden mit ihren aktuellen Arbeitsbedingungen. Mit 92 Prozent ist der IT-Sektor unter den Befragten absoluter Spitzenreiter. Aber nur 16 Prozent attestieren ihrem Unternehmen volle Innovationsstärke, laut 11 Prozent wird im eigenen Unternehmen nicht an Neuheiten gearbeitet. Doch was hemmt die Innovationskraft? Hier nennen die Befragten zu starre Strukturen (39 Prozent), fehlendes Budget (33 Prozent) sowie fehlende Zeit im Alltagsgeschäft (31 Prozent). Eine weitere mögliche Innovationsbremse ist eine bürokratische Unternehmenskultur (17 Prozent).

Gute Führung beruht vor allem auf Soft Skills, finden die Studienteilnehmer. So wünschen sich die Befragten von ihren Vorgesetzten Empathie (35 Prozent), Kritikfähigkeit und Selbstreflexion (32 Prozent) sowie Entscheidungsfähigkeit (31 Prozent). Diese Fähigkeiten scheinen bei der Beförderung jedoch nicht ausschlaggebend zu sein, denn neben einer positiven Grundhaltung (31 Prozent) und Entscheidungsfähigkeit (23 Prozent) bescheinigen die Befragten ihrer aktuellen Führungskraft vor allem Fachwissen (30 Prozent). Hier zeigt sich: Oftmals übernehmen die fachlich besten Mitarbeitenden eine Führungsrolle.

Weitere Informationen gibt es auf der Webseite zur Studie.

Bild: Maike und Björn Bröskamp / Pixabay

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