Maschinendaten sind das wohl am schnellsten wachsende Element bei Big Data.
Maschinendaten sind nach Meinung von Experten das am schnellsten wachsende Element bei Big Data und repräsentieren rund 90 Prozent aller Daten. In vielen Fällen sind sie die entscheidende Quelle, um nachzuforschen, was wirklich innerhalb und am Rande der IT-Infrastruktur vor sich geht. „Sie geben wertvolle Einblicke, um Fehlschläge bei der Applikationsnutzung zu identifizieren, Attacken zu verstehen oder festzustellen, wer sich Zugang zu sensiblen Daten verschafft hat. Die Korrelation dieser Maschinendaten kann dazu dienen, neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen, Richtlinien einzuhalten und Risiken früher zu erkennen als der Wettbewerb“, erklärt Olav Strand, Director Central EMEA bei Splunk. Seit kurzem nutzt auch das Forschungszentrum Jülich eine Lösung des Anbieters, um die Problemidentifizierung zu beschleunigen und die Infrastruktureffizienz zu erhöhen. „Mit der Software können wir ohne großen Aufwand die Daten unterschiedlicher Systeme auf einer Instanz erfassen und erforschen. Diese Flexibilität gepaart mit hoher Leistungsfähigkeit selbst bei enormen Datenmengen ist eine wichtige Voraussetzung, um die Sicherheit zu erhöhen und Arbeitsprozesse effizient zu gestalten“, erklärt Egon Grünter, Mitarbeiter des Jülich Supercomputing Centre. Mit der Lösung konnten die Mitarbeiter des Bereichs „Sicherheit und Netzwerk“ nach Grünters Angaben sowohl die „Mean time to investigate“ (MTTI) als auch die „Mean time to resolve“ (MTTR) deutlich reduzieren und bereits eingreifen, bevor die Auswirkungen eines Problems überhaupt spürbar werden.
In der Zeit vor der Software-Einführung hatten die Teams keinen direkten Zugriff auf maschinengenerierte Daten. Sie mussten für ihre Analysen und zur Problemidentifizierung immer erst die relevanten Informationen bei den IT-Administratoren beantragen. Mit Splunk gibt es heute Benutzerrollen mit zugewiesenen Zugriffsrechten, die Mitarbeiter in die Lage versetzen, direkt auf die für sie relevanten Daten zuzugreifen. Auch die Überwachung und der autorisierte Zugriff auf die betriebenen Supercomputer und Clustersysteme werden nun zentral erfasst und ausgewertet. „Im Jülich Supercomputing Centre profitierte zunächst vornehmlich der Bereich Netzwerksicherheit von unserer Lösung. Inzwischen ist eine Ausweitung auf die Verarbeitung weiterer sicherheitsrelevanter Daten geplant“, erläutert Olav Strand.
Nach eigenen Angaben nutzen inzwischen mehr als 8.400 Unternehmen, Universitäten, behördliche Einrichtungen und Serviceprovider in mehr als 100 Ländern die Software, um Operational Intelligence zu erlangen. Zu den deutschen Anwendern zählen neben dem Forschungszentrum Jülich u.a. der E-Mail-Provider Mail.de GmbH, der Entwickler von Computer- und Konsolenspielen Valve und der Volkswagen-Konzern. Das Volkswagen Data Lab, das Anwendungsfälle für Big Data, Analytics, Connectivity und Information Security entwickelt, sieht nach den Worten von Senior Product Manager Christian Seidel große Potentiale für Operational-Intelligence-Lösungen. Zu den geplanten Einsatzbereichen zählen das Flottenmanagement genauso wie die Bereiche Connected Car/Customer.
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