Der Liechtensteiner Traditionsbetrieb Hilti beschäftigt mittlerweile rund 20.000 Mitarbeiter in mehr als 120 Ländern und stellt eigenen Angaben zufolge höchste Anforderungen an seine Mitarbeiter.
Der Liechtensteiner Traditionsbetrieb Hilti beschäftigt mittlerweile rund 20.000 Mitarbeiter in mehr als 120 Ländern und stellt eigenen Angaben zufolge höchste Anforderungen an seine Mitarbeiter. 2006 hob die Führungsspitze eine ehrgeizige Zukunftsvision aus der Taufe: Der Plan sieht vor, den Geschäftsumsatz und operativen Gewinn innerhalb der nächsten Dekade zu verdoppeln. Gleichzeitig bedeutet das, die weltweite Belegschaft in knapp acht Jahren auf 30.000 Mitarbeiter auszubauen und an die gesteckten Unternehmensziele und -werte zu binden.
Ende 2008 versetzte die Weltwirtschaftskrise der globalen Baubranche einen schweren Schlag. Obwohl der Werkzeughersteller erkannt hat, dass das Ziel, den Geschäftsumsatz und den operativen Gewinn bis 2015 zu verdoppeln, möglicherweise nicht mehr erreicht werden kann, änderte der Konzern seine grundlegende Vision nicht. Das Unternehmen entschied sich vielmehr für eine vorausschauende Personalpolitik und investiert weiterhin in gezielte Personalauswahl und Mitarbeiterförderung, um beim Anziehen der Konjunktur für den internationalen Wettbewerb bestens positioniert zu sein.
„Wir haben eine ambitionierte Vision und hohe Werte für unser Unternehmen, für die wir alle Mitarbeiter samt Management in die Pflicht nehmen“, erläutert Eivind Slaaen, Senior Vice-President of Human Ressources bei Hilti. „Doch knapp ein Jahr nach der Wegvorgabe war uns klar, dass wir besonders im People Management wenig Analyse- und Steuerungsmöglichkeiten haben, um die Richtung zu halten.“ Bereits bestehende HR-Systeme, waren zumeist lokal ausgelegt oder konnten mit der wachsenden Mitarbeiterzahl nicht mithalten. Hilti begab sich daher auf die Suche nach einer Softwarelösung, die die Personalführung weltweit vereinheitlichen und die individuelle Zielsetzung und -erreichung dokumentieren sollte. Mehrsprachigkeit, Bedienerfreundlichkeit und leichte Implementierung der Software waren zwingende Kriterien für die Verwirklichung der Unternehmensvision.
Nach einem intensiven Evaluationsprozess waren drei Angebote in der engeren Auswahl. SuccessFactors bekam den Zuschlag: „Ausschlaggebend waren für uns die Erfahrung und Expertise, die das Unternehmen mit Performancemanagement hatte“, erinnert sich Slaaen. „Wir haben nicht nur einen Softwarepartner, sondern auch einen HR-Experten gefunden. Er identifiziert für uns genau die richtigen Prozesse und setzt die erforderlichen Best Practices auf.“
Die einzelnen Tools unterstützen die zweigleisige HR-Strategie – Performance Management Process (PMP) und strategische Personalentwicklung. Goal-Management- und Performance-Management-Werkzeuge bilden den PMP-Teil ab: Einzel- und Gruppenziele lassen sich damit den Geschäftszielen ausrichten und mit entsprechenden Coaching- und Support-Initiativen begleiten. Für laufende Reviews und Jahresabschlussgespräche mit den einzelnen Mitarbeitern geben die Tools außerdem unmittelbaren Einblick in die Zielerreichung und helfen, die Entwicklung zu dokumentieren und zielgerichtet zu leiten. Für die strategische Personalentwicklung kommen Mitarbeiterprofile, Succession-Management und 360-Grad-Reviews zum Einsatz. Sie geben dem Unternehmen Aufschluss über das aktuelle Mitarbeiterportfolio, erkennen Ressourcen-Engpässe und passen die Personalentwicklung an die Geschäftsbedürfnisse an.
Mittlerweile nutzen über 18.400 Mitarbeiter in 64 Ländern die zentrale HR-Lösung in ihrer jeweiligen Landessprache. Der Rest der Belegschaft soll bis Ende 2012 folgen. „Der Cloud-Charakter unseres HR-Systems ist von erheblichem Vorteil“, so Slaaen. „Wir müssen intern keine komplexe Infrastruktur aufbauen, Updates laufen automatisch und die Mitarbeiter brauchen sich nur in der Browser-Oberfläche auszukennen. Hardware- und Schulungsaufwand sind damit passé.“ Für die initiale Einrichtung bedarf es lediglich genereller Konfiguration, aber keiner aufwändigen wochenlangen Programmierung.
Der Liechtensteiner Elektrowerkzeug- und Systemhersteller sieht sich gut gerüstet für das angestrebte Unternehmens- und gleichzeitige Persönlichkeitswachstum seiner Mitarbeiter. Die Qualität der Ziele kann nun weltweit pro Person, Team und Region analysiert und jeweils neu an die Vision angepasst werden. Anhand von Talentmanagement und gezielter Förderung versetzt sich Hilti außerdem in die Lage seine künftige Führungsriege selbst zu entwickeln und drohendem Fachkräftemangel entgegenwirken. „Wir begreifen unsere interne Entwicklung als Lernprozess und arbeiten daran, die neuen Prozesse weiter zu vereinfachen und zu verfeinern“, sagt Slaaen.
Als nächstes wird das Unternehmen eRecruitment von SuccessFactors einführen, um das so genannte Candidate Profiling gezielt und schnell online abwickeln zu können. Das Programm wird bereits getestet und gestattet passgenaue Fachkräfte für die jeweilige Aufgabe zu finden. „Mit der Software haben wir in kurzer Zeit viel erreicht. Das wollen wir mit der elektronischen Personalbeschaffung fortführen, um die richtigen Leute für unsere Vision zu finden, zu fördern und zu halten“, resümiert der HR-Chef.
„Die Hauptherausforderung war letztlich nicht, die Mitarbeiter an das System zu gewöhnen“, so Slaaen weiter, „sondern die neue Personalstrategie in den Köpfen zu verankern und das nun systemgestützte Vorgehen in ihren Arbeitsalltag zu integrieren.“ Aufgrund der neuen Ausrichtung ist das Verständnis für die eigenen Fähigkeiten gewachsen. Auch die Möglichkeiten für die persönliche Weiterentwicklung innerhalb des Konzerns sind transparenter geworden. Dies hilft, sowohl neue, als auch bestehende Mitarbeiter zu binden und das Vertrauen sowie Engagement in die Werte und Ziele des Konzerns zu stärken.
Hilti
Hilti beliefert die Bauindustrie weltweit mit technologisch führenden Produkten, Systemen und Dienstleistungen. Der Hauptsitz der Hilti-Gruppe befindet sich in Schaan im Fürstentum Liechtenstein. Hilti betreibt eigene Produktionswerke sowie Forschungs- und Entwicklungszentren in Europa und Asien. Weltweit sind rund 20 000 Mitarbeitende in mehr als 120 Ländern beschäftigt. 1941 als Familienunternehmen gegründet, hat sich Hilti seither zum Weltkonzern entwickelt. Seit 2000 hält der Martin-Hilti-Familien-Trust alle Aktien und seit Januar 2008 alle Partizipationsscheine der Hilti Aktiengesellschaft. Im Jahr 2010 verzeichnete die Aktiengesellschaft einen Umsatz von 3,9 Milliarden Schweizer Franken.
Im Internet: www.hilti.com
Bildquelle: Hilti