Welches Cloud-Modell sich für welche Branche am besten eignet, hängt von ganz unterschiedlichen Anforderungen ab.
Die Public Cloud ermöglicht einen kosteneffizienten Zugang zu geteilten Ressourcen und Services von Drittanbietern und eignet sich in der Regel besonders für skalierbare Anwendungen und nicht kritische Workloads. Ihre Vorteile liegen in der Skalierbarkeit von Ressourcen und der Kostenersparnis, weil sich Ausgaben größtenteils auf die operativen Kosten für die Nutzung beschränken. Auch die globale Verfügbarkeit und umfangreiche Servicepalette mit Diensten wie Datenbanken, Künstliche Intelligenz (KI) und Entwickler-Tools zeichnen die Public Cloud aus. Geht es allerdings um Sicherheit und Datenschutz, sprich Datenhoheit, und die Abhängigkeit von Anbietern (Vendor Lock-in), zieht die Public Cloud gegenüber anderen Modellen den Kürzeren.
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Die Private Cloud hingegen punktet mit höherer Sicherheit und Kontrolle über die Infrastruktur, weil sie firmenintern betrieben wird und maßgeschneiderte Lösungen für sensible Daten und geschäftskritische Anwendungen erlaubt. Auch in Fragen der Compliance und Leistung behauptet sich die private Cloud. Sie ermöglicht es, Ressourcen für spezifische Anwendungen und Workloads zu optimieren. Abstriche müssen Unternehmen hier jedoch in der Regel bei den Kosten und dem Betriebsaufwand machen: Private Clouds erfordern teils erhebliche Investitionen in Hardware und Wartung, und auch die Vielfalt an Services kann der Public Cloud nicht das Wasser reichen.
Eine Multi-Cloud-Strategie kombiniert das Beste aus beiden Welten und bietet Flexibilität, Redundanz sowie die Möglichkeit zur Optimierung der Performance. Mit mehreren Cloud-Providern können Unternehmen Ausfälle minimieren und die Verfügbarkeit maximieren. Ferner ist es möglich, verschiedene Workloads auf die am besten geeignete Cloud-Plattform zu verteilen. Zu den Herausforderungen der Multi-Cloud zählt ihre Komplexität, da mehrere Cloud-Provider zusätzlichen Aufwand erfordern.
Doch welches Cloud-Modell eignet sich für welche Branche? Die Erfahrungen von Noris Network zeigen: Während die private Cloud im Gesundheitswesen aufgrund der strengen Datenschutz- und Compliance-Anforderungen oft die bevorzugte Option darstellt, nutzt der Einzelhandel häufig die Public Cloud wegen ihrer nahezu grenzenlosen Skalierbarkeit und Flexibilität – etwa für E-Commerce-Webseiten. Finanzdienstleister, Regierungsbehörden und die Fertigungsbranche schwören auf die Sicherheit in der Private Cloud. Hier zählen sensible Informationen, regulatorische Anforderungen und das geistige Eigentum sowie unternehmenskritische Produktionsdaten. Im Bildungswesen, in der Software-Entwicklung und im Bereich Medien und Unterhaltung hat die Public Cloud die Nase vorn: E-Learning-Plattformen mit globaler Reichweite, die schnelle Bereitstellung von Werkzeugen und die Verarbeitung großer Datenmengen sprechen für diese Branchensegmente. Multi-Cloud-Strategien stehen im Energie- und Versorgungssegment ganz oben im Pflichtenheft. Dieses Marktsegment profitiert vom hybriden Modell, um kritische Energieinfrastrukturen sicher betreiben und analytische Daten in der Public Cloud verarbeiten zu können. Die Schönheit liegt in der Cloud im Auge des Betrachters. Das gilt allerdings nicht für die Wahl des Dienstleisters: Ein Partner mit Branchen-Know-how ist bei den unterschiedlichen Anforderungen von Unternehmen essenziell geworden.
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