Rabe Moden will nachhaltiger wirtschaften

„Corporate Social Responsiblity“ groß geschrieben

Im Zuge seiner systematischen Vorbereitung auf Lieferkettengesetz der EU hat Rabe Moden als erster Fashion-Anbieter das Zertifikat „ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften“ erhalten.

  • Bildquelle: Rabe Moden

    Nils Bücker, Geschäftsführer von Rabe Moden: „Meilenstein in der Nachhaltigkeitsstrategie von Rabe Moden“.

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    Das Unternehmen liefert jährlich rund vier Millionen Bekleidungsteile verschiedener Marken in mehr als 25 Länder.

Das Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung (ZNU) an der Universität Witten/Herdecke hat einen ganzheitlichen und extern zertifizierbaren Nachhaltigkeitsstandard geschaffen – keinen Berichtstandard, sondern ein Managementsystem, das Firmen fordert und fördert sich auf Berichtsanforderungen vorzubereiten.

„Mit der erfolgreichen Zertifizierung als erster Anbieter in der Fashionbranche ist ein Meilenstein in der Nachhaltigkeitsstrategie von Rabe Moden hinzugekommen. Uns wurde bestätigt, dass wir kein Greenwashing betreiben, sondern auf einem sehr guten Weg sind“, betont Nils Bücker, Geschäftsführer der 1920 gegründeten Traditionsfirma. Der Spezialist für Damenoberbekleidung aus Hilter am Teutoburger Wald wollte mit der Zertifizierung nicht nur wissen, wo er in puncto Nachhaltigkeit steht, sondern sich rechtzeitig auf die geplanten Vorschriften im Lieferkettengesetz der EU vorbereiten und den Weg für einen Nachhaltigkeitsbericht ebnen. 

Seit Jahren setzt das Familienunternehmen bereits Maßnahmen in allen drei Dimensionen der Nachhaltigkeit um – ökologisch, ökonomisch und sozial. Dazu zählen etwa die Installation von Photovoltaikanlagen auf Firmengebäuden, die Anschaffung von E-Fahrzeugen und Maßnahmen zur Gesundheitsförderung der Mitarbeitenden.

In den vergangenen zwei Jahren investierten die Niedersachen mit Unterstützung einer externen Agentur noch mehr Ressourcen als bisher in die Verbesserung der Nachhaltigkeit. Dabei waren alle Abteilungen gefordert – vom Einkauf über die Produktion bis zur Logistik. Während des mehrtägigen Audits baten Prüfer von Tüv Rheinland nicht nur Führungskräfte und Mitarbeitende zum Interview, sondern führten auch Betriebsbegehungen zu Themen wie etwa Arbeitsschutz für ihren Abschlussbericht durch. Das Zertifikat gilt für drei Jahre; jedes Jahr wird eine Prüfung durchgeführt.

Das Unternehmen liefert jährlich rund vier Millionen Bekleidungsteile verschiedener Marken in mehr als 25 Länder. Um die zahlreichen Nachhaltigkeitsaktivitäten zu steuern, nutzt Rabe Moden das Modul „Corporate Social Responsiblity“ (kurz CSR) der Software „Online Supply Chain Accelerator“ Osca des Bochumer Softwarehauses Setlog. In dem Cloud-basierten Tool werden beispielsweise alle Zertifikate, Auditergebnisse, Rahmenverträge und Code-of-Conduct-Vereinbarungen verwaltet. Die wichtigsten Geschäftspartner und Lieferanten sind an das System angeschlossen. Auch die Bewertungen der Zulieferer führt Rabe Moden in dem System durch. 

Rohwaren kauft Rabe Moden in der ganzen Welt ein – mit dem Schwerpunkt Türkei; die Herstellung findet komplett außerhalb Deutschlands statt. „Die Software schafft die Transparenz, zeitraubende Nachfragen entfallen“, betont Bücker. „Mit E-Mails oder Tabellenkalkulationsprogramm könnten wir die komplexen Prozesse gar nicht mehr beherrschen.“ 

Um keine schwarzen Schafe unter den Geschäftspartnern zu haben, reisen Firmenvertreter oder -beauftragte regelmäßig zu deren Betrieben, decken etwaige Missstände auf und setzen gegebenenfalls Fristen zur Nachbesserung – beispielsweise bei Brandschutzverstößen. Auch dieser Prozess wird in Osca gesteuert. Das Familienunternehmen plant, künftig auch das externe Beschwerdemanagement über diese Software abzuwickeln und zusammen mit Experten des Herstellers eine Automatisierung einzelner Prozesse umzusetzen. 

Über Rabe Moden

Die Rabe Moden GmbH mit Sitz in Hilter am Teutoburger Wald wurde 1920 von Albert Rabe als Strickwarenfabrik für Damen-, Herren- und Kinderoberkleidung in St. Egidien/Sachsen gegründet, erfolgte 1955 eine Firmensitzverlegung nach Bad Rothenfelde. 1968 zog Rabe Strickmoden nach Hilter und firmierte in „Rabe Moden“ um. Die mehr als 330 Mitarbeiter erwirtschafteten 2022 rund 100 Mio. Euro Umsatz. 

Bildquelle: Rabe Moden

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