Cybersecurity in der Industrie

Cyberangriffe legen jedes vierte Unternehmen lahm

Laut einer aktuellen Studie von Palo Alto Networks haben mehr als 60 Prozent der Befragten Probleme, die Komplexität von Sicherheitslösungen zu beherrschen.

Arbeiter in Fabrik am Computer

Operational Technology (OT, Betriebstechnik) benötigt ebenfalls Cybersecurity

Cyberangriffe auf OT-Systeme (Operational Technology, Betriebstechnik) haben alarmierend zugenommen. Nahezu 70 Prozent der Unternehmen wurden im letzten Jahr Opfer eines solchen Angriffs, ergab der aktuelle Bericht „State of OT Security 2024“ von Palo Alto Networks und ABI Research. Besonders beunruhigend ist, dass 26 Prozent dieser Unternehmen wöchentliche Angriffe verzeichnen. Diese Angriffe führen nicht nur zu Sicherheitsrisiken, sondern auch zu erheblichen betrieblichen Störungen.

Ein Viertel der befragten Unternehmen waren gezwungen, aufgrund von Cyberangriffen ihre Produktion vorübergehend einzustellen. Solche Unterbrechungen haben nicht nur finanzielle Auswirkungen, sondern gefährden auch die Lieferketten und die Wettbewerbsfähigkeit der betroffenen Unternehmen.

Komplexität als größte Herausforderung

Über 60 Prozent der Sicherheitsexperten geben an, dass die Komplexität der Implementierung von OT-Sicherheitslösungen die größte Herausforderung darstellt. Sie entsteht durch die Notwendigkeit, bestehende IT-Infrastrukturen mit OT-Systemen zu integrieren und dabei sicherzustellen, dass Sicherheitslücken vermieden werden. Die Vielzahl der eingesetzten Systeme und Technologien erschwert es zudem, ein einheitliches Sicherheitsniveau zu erreichen.

Die Studie zeigt auch, dass 72 Prozent der Angriffe über IT-Systeme in die OT-Umgebung gelangen. Dies verdeutlicht die Dringlichkeit einer engen Integration von IT- und OT-Sicherheitsmaßnahmen. Ein isolierter Ansatz reicht nicht mehr aus, um die zunehmenden Bedrohungen abzuwehren. Vielmehr müssen ganzheitliche Sicherheitsstrategien entwickelt werden, die sowohl IT- als auch OT-Systeme umfassen.

Zero Trust als Schlüsselstrategie

Schließlich hebt die Studie hervor, dass 87 Prozent der befragten Experten überzeugt sind, dass ein Zero-Trust-Ansatz der richtige Weg für die Absicherung von OT-Systemen ist. Zero Trust bedeutet, dass kein Benutzer oder System innerhalb oder außerhalb des Netzwerks per se vertraut wird und jeder Zugriff streng kontrolliert wird. Diese Strategie könnte ein entscheidender Faktor sein, um die komplexen Bedrohungen der heutigen Zeit erfolgreich abzuwehren.

Angesichts der zunehmenden Angriffe und der damit verbundenen Risiken ist es unerlässlich, dass Unternehmen integrierte und robuste Sicherheitslösungen entwickeln, die die komplexen Anforderungen der OT-Umgebung erfüllen. Nur so kann die Betriebssicherheit gewährleistet und die Widerstandsfähigkeit gegen Cyberangriffe gestärkt werden.

Bild von senivpetro auf Freepik

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