Die andere Art der Hygiene

Cybersicherheitstipps für das neue Schuljahr

Die Schule hat mancherorts bereits begonnen, anderenorts wird es in den nächsten Wochen soweit sein. Zum Start ins neue Schuljahr dreht sich alles darum, die neuesten Covid-19-Richtlinien zu beachten, um die Gesundheit von Schülern, Eltern und Lehrern zu schützen. Dabei ist es jedoch auch wichtig, eine grundlegende Cybersicherheitshygiene zu praktizieren, um online sicher zu bleiben.

Cybersicherheit für Schüler

Diese Cybersicherheitstipps für das neue Schul- und Ausbildungsjahr können den (Neu)Einstieg erleichtern.

Schulen nutzen in der Regel ältere Geräte und Software, die anfälliger für Cyberangriffe sind, da ältere Systeme schwerer zu aktualisieren sind. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Schüler, Eltern und Lehrer ihre Geräte in Sachen Sicherheit nicht entsprechend den Best Practices einsetzen. Neue Daten von Palo Alto Networks zeigen, dass der Prozentsatz des Datenverkehrs von Phishing-URLs, die auf den Bildungssektor abzielen, im Juni um 47 Prozent und im Juli um 27 Prozent gestiegen ist. Dies zeigt, dass Hacker ihre Angriffe im Vorfeld des neuen Schuljahrs verstärken.

Verschiedene Passwörter für verschiedene Geräte

Sinnvoll ist es daher etwa, verschiedene Passwörter für verschiedene Konten und Geräte zu haben. Dies ist eine bewährte Sicherheitspraxis, mit der aber jeder zu kämpfen hat – und das nutzen Hacker aus. Der Tipp daher: Es sollte ein sicherer Benutzername und ein sicheres Passwort für jedes Konto und jedes Gerät sowie ein Passwortmanager genutzt werden, um den Überblick über alles zu behalten. Dabei sollte auch an die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) gedacht werden. Sie erhöht die Sicherheit, indem sie zwei Methoden zur Überprüfung der Identität erfordert.

Wichtig ist auch, zu wissen, ob die Schule die Privatsphäre des eigenen Kindes schützt und Maßnahmen ergreift, um zu verhindern, dass Hacker die Ausbildung stören. Vor allem Ransomware hat sich zu einer globalen Krise entwickelt, wobei der Bildungssektor besonders stark betroffen ist. Die persönlichen Daten von Schülern sind für Hacker wertvoll, da Kinder und ihre Eltern seltener bemerken, dass jemand ihre Identität für Betrügereien nutzt, vor allem, wenn sie kein Bankkonto haben, das auf den Namen des Kindes lautet, um davor gewarnt zu werden.

Schließlich sollte bedacht werden, dass Kinder zwar zunehmend technisch versiert sind – aber nicht in Sachen Cybersicherheit. Die Kinder von heute wachsen im digitalen Zeitalter der Bildschirme und sozialen Medien auf, und als Elternteil kann es schwierig sein, mit den neuesten Technologien und Plattformen Schritt zu halten. Daher sollten sie sich mit den Geräten und Lernplattformen der Kinder vertraut machen, insbesondere mit der Konfiguration der Kindersicherung und den Datenschutzeinstellungen. Zudem sollten Eltern sicherstellen, dass an den Geräten grundlegende Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt werden, wie z. B. die Aktivierung von 2FA, die Erkennung von Phishing-Betrug, die Installation der neuesten Software-Patches, das Abdecken von Webcams, wenn sie nicht benutzt werden und die Vermeidung von öffentlichen Wlan-Netzwerken.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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