ökologischer Fußabdruck

Das Problem mit dem Fußabdruck

Die aktuelle Energiekrise setzt die Unternehmen unter Druck, sämtliche Einsparpotenziale auszuloten. Dies gilt auch für den IT-Bereich.

Fußabdrücke auf einem Planzenblatt

Unternehmen stellt sich immer häufiger die Frage, wie sie wichtige Daten vorhalten und gleichzeitig ihren ökologischen Fußabdruck minimieren können.

Einem Artikel der Presseagentur United Press International (UPI) zufolge haben Wissenschaftler herausgefunden, dass die Datenverarbeitung weltweit für rund 2,1 bis 3,9 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich ist. Das bedeutet, dass die IT-Branche einen größeren ökologischen Fußabdruck hinterlässt, als die Luftfahrtindustrie.

Zahlreiche Faktoren tragen zur Treibhausgasemission der IT-Branche bei, darunter die Herstellung entsprechender Geräte (Hardware), benötigte Gebäude und der Transport von Hardware, der Stromverbrauch der Hardware, der Stromverbrauch für die Kühlung der Hardware sowie die Fahrtwege der Mitarbeiter zu Wartungszwecken. Zudem haben die exponentiell wachsenden Datenmengen zur Folge, dass die Energiekosten für Backup, Disaster Recovery und Archivierung zu einem maßgeblichen Faktor in der Bilanz werden können.

Energiekosten minimieren – aber wie?

Für Organisationen wird die Frage daher immer drängender, wie sie die entsprechenden Daten vorhalten und gleichzeitig ihren ökologischen Fußabdruck und ihre Energiekosten minimieren können. Jedoch gilt es dabei nicht nur auf die Hardwarekomponenten wie Storage-Server zu achten, sondern auch die Backup-Lösung spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Auch eine Software-definierte Lösung zur Optimierung sekundärer Daten kann helfen, den Energieverbrauch zu reduzieren.

Um dem exponentiellen Datenwachstum zu begegnen, setzen Organisationen häufig auf die naheliegende Option und beschaffen immer mehr Speicherhardware für die Datensicherung und -wiederherstellung. Dies hat jedoch zur Folge, dass der Energieverbrauch und somit auch der CO2-Ausstoß unkontrolliert anwachsen.

Eine softwaredefinierte Lösung zur Datendeduplizierung verringert hingegen die Datenmenge, die sowohl im eigenen Netzwerk als auch in der Cloud verarbeitet wird. Dadurch reduzieren sich die Anforderungen an den Backup-Speicher im Rechenzentrum und in der Cloud um bis zu 95 Prozent. Laut Angaben der Storage Networking Industry Association (SNIA) sind die zunehmenden Datenmengen und die daraus resultierenden steigenden Speicherkosten ein Problem.

Deduplizierung reduziert jedoch nicht nur die zu speichernde Datenmenge, sondern reduziert auch den Bedarf an Speicherhardware, die zur Sicherung und Wiederherstellung von Unternehmensdaten erforderlich ist. Gleichzeitig wird weniger Platz im Rechenzentrum benötigt und der Stromverbrauch sowie der anfallende Elektroschrott reduziert sich analog dazu.

Auf Kompatibilität achten

Allerdings sollten die Verantwortlichen bei der Wahl ihrer Deduplizierungslösung darauf achten, dass diese mit anderen Datensicherungslösungen kompatibel ist, sodass die bisher genutzte Lösung nicht abgelöst, sondern ergänzt werden kann – eine weitere Entlastung für die Budgets.

Zur Reduktion des CO2-Fußabdrucks trägt auch die Nutzung von Public-Cloud-Ressourcen für Backup, Disaster Recovery und die langfristige Datenarchivierung bei. Zweifelsohne arbeiten zwar auch Public-Cloud-Services (noch) nicht CO2-neutral, jedoch sind deren Infrastrukturen im Regelfall hochskaliert und auf einen energiesparenden Betrieb hin optimiert.

Für Unternehmen hat die Nutzung der Cloud aber auch noch weitere Vorteile: So lassen sich nicht nur Kosten für die Hardware, die Verkabelung, der Strom für den Betrieb sowie die Kühlung sparen, sondern es werden auch weniger Gebäudeflächen benötigt. Eine Wartung sowie das Management der Software sind dennoch erforderlich. Mit der Wahl einer entsprechenden Deduplizierungslösung z.B. von Quest Software können IT-Administratoren allerdings die jeweilige Software aus der Ferne installieren, verwalten und warten. Somit entfällt die Notwendigkeit, physisch im Rechenzentrum vor Ort zu sein, wodurch Fahrtwege eingespart werden können.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 1-2/2023. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Zeit für eine grüne IT

Aufgrund der derzeitigen Energiekrise muss sich ausnahmslos jedes Unternehmen darüber Gedanken machen, wie es Energie einsparen und gleichzeitig seinen CO2-Ausstoß verringern kann. Es ist höchste Zeit, dabei nicht nur Abteilungen wie die Produktion in den Blick zu nehmen, sondern die Verantwortlichen müssen auch die Emissionen der IT-Abteilung senken. Gerade die Speicherhardware ist einer der Hauptgründe für einen hohen Energieverbrauch, weshalb insbesondere Deduplizierungslösungen sowie eine verstärkte Cloud-Migration einen wertvollen Beitrag zu einer grüneren IT leisten können.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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