Commerz Real entscheidet sich für IDL

Das Ziel bestimmt den Weg

Die Commerz Real AG verbessert mit einer Softwarelösung als Steuerungsinstrument das Controlling sowie Reporting und führt werttreiberbasiertes Reporting und eine ­integrierte Key-Performance-Indicator-Steuerung ein.

Gebäude, Bildquelle: Commerz Real

Mit einem verwalteten Vermögen von rund 45 Mrd. Euro gehört die Commerz Real AG, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Commerzbank AG, zu den größten Immobilien-Asset-Managern und Anbietern von strukturierten Leasing- und Investitionslösungen. Ab Mitte 2010 sollte ein verbessertes Controlling und Reporting eingeführt werden, das sich inhaltlich und von der Gestaltung her stärker an der Muttergesellschaft Commerzbank orientiert.

Ludger Kill, verantwortlich für den Bereich Unternehmenscontrolling der Commerz Real AG, berichtet, dass in seinem Bereich schon länger der Wunsch bestand, ein Managementinformationssystem aufzubauen. „Dies rückte nach einem Strategieprojekt nun konzernweit in den Fokus, so dass wir starten konnten. Schlagworte, die wir umsetzen wollten, waren ein werttreiberbasiertes Reporting, ausgerichtet auf die sehr heterogenen Leistungsbereiche von Commerz Real, sowie eine integrierte Key-Performance-Indicator-Steuerung. Wichtig war uns auch, Reportinganforderungen aus dem Konzern beziehungsweise die sehr unterschiedlichen Berichtswege in die Bank mit einem Produkt abzudecken. Hier wurden an zwei oder drei Stellen zum Teil redundante Informationen abgefordert, die wir mit eigenen Reports bedient haben. Das wollten wir bündeln und von der Anzahl her reduzieren“, so Kill.

Anhand dieser Vorgaben formulierte er mit den Mitarbeitern aus der IT-Abteilung Angebotsanfragen und durchlief Workshops mit drei Anbietern. „Wir hatten den Vorteil, dass wir relativ genau wussten, wie das Ergebnis aussehen sollte. Wir hatten quasi das Reporting, das für das Managementinformationssystem als Grundlage dienen sollte und dem wir später den Namen ‚CoRIS‘-Report gegeben haben, als Modell aufgebaut. Somit wussten die Anbieter, was wir am Ende in der Hand haben wollten“, erläutert Kill. Die Entscheidung fiel auf den Anbieter IDL aus Schmitten bei Frankfurt.

Die zugrundeliegende Technologie von Microsoft wurde im Hause bereits eingesetzt. „Dies sorgte für hohe Akzeptanz auf der IT-Seite. Darüber hinaus hatten wir den Eindruck, dass wir die Programme zügig selbst betreiben und warten können“, meint Kill weiter. „Wichtig war auch, dass ein halbes Jahr zuvor die Kollegen im Rechnungswesen eine Lösung von IDL bereits als Konsolidierungssoftware eingeführt hatten.“

Data Warehouse als Basis

Im Juni 2010 startete das Projekt mit dem Aufbau- und der Funktionsstellung des Managementreports. „Letzten Endes wollen wir ein Data Warehouse als Basis aufbauen, an das wir dann unsere Finanzbuchhaltungssysteme, die bestandsführenden Systeme und weitere mehr anschließen. Konsequent wollen wir nur die Daten einfließen lassen, die auch von anderen Bereichen gebraucht werden“, so Kill. Nach Testläufen wurde erstmals der Dezember-Bericht als Ausgangspunkt für das Linienreporting veröffentlicht.

In einer zweiten Phase des Projekts sollen die Bereiche Planung und Group Risk Controlling eingebunden werden, später noch das Risikomanagement sowie Group Finance und Treasury. „Wichtigstes Leistungskriterium bei der Software war, dass relativ schnell erste Anwendungen operativ eingesetzt werden konnten. Für uns war außerdem wichtig, dass es sich um eine Standardsoftware und keine Individualsoftware handelt, also im Zweifelsfall externes Know-how hinzugezogen werden kann.“

Als erste Auswirkungen der Einführung konstatiert Kill einen besseren Zugriff auf die Datenbasis aus dem Rechnungswesen. „Wir haben direktere Analysemöglichkeiten und können bis auf einzelne Buchungssätze heruntergehen. Damit werden wir letzten Endes ein Steuerungsinstrument nicht nur für die Commerz Real AG als Ganzes, sondern auch für die sechs Leistungsbereiche haben. Das Ergebnis werden höhere Transparenz und größere Detailgenauigkeit sein, also letztlich einfach eine bessere Qualität der Zahlen“, ist Kill überzeugt.

 

Commerz Real AG
Die Commerz Real, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Commerzbank AG, verwaltet ein Volumen von 36 Mrd. Euro. Die Anlageprodukte des Finanzdienstleisters um­fassen offene Immobilienfonds, Immobilienspezialfonds ­sowie geschlossene Fonds für Immobilien, Flugzeuge, re­generative Energien und Schiffe. Zum Spektrum der Finanzierungsprodukte gehören Planungs-, Bau- und Finanzierungsleistungen rund um die gewerbliche Immobilie sowie Investitionslösungen für eine Vielzahl von Assetklassen.
Im Internet: www.commerzreal.com

 

Bildquelle: Commerz Real

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