Mittels Data Mining auf Basis von Hadoop haben die Unternehmen sämtlich Datenquellen im Griff.
Nicht nur Early Adopter wie Finanzdienstleister, Versicherungswesen und der Einzelhandel nutzen Data Mining, auch Stromversorger und Anbieter im Gesundheitswesen setzen die Technologien ein: So kann mittels in Namensschilder integrierten RFID-Chips kontrolliert werden, wie oft sich Ärzte bei der Visite die Hände waschen, was wiederum die Ausbreitung von Krankheiten verhindern kann.
Generell verfügen die meisten Unternehmen bereits über eine Form von Data Warehouse (DW). Damit könnten sie also schnell im angemessenen Rahmen mit der Datenerfassung und -speicherung beginnen und von der Datenanalyse profitieren. Die entsprechenden Architekturen für Data Mining boten bisher nur einige große Unternehmen wie IBM, Microsoft oder SGI an. Inzwischen werden jedoch auch Open-Source-Lösungen immer leistungsfähiger und beliebter, die vielversprechendste von ihnen ist das Apache-Hadoop-Framework.
Apache Hadoop ist eine Kernkomponente jeder „Modern Data Architecture“ und erlaubt es, große Datenmengen gemäß ihrem eigenen Bedarf zu erfassen, zu speichern, auszuwerten und zu bearbeiten – unabhängig davon, aus welcher Quelle diese Daten stammen, wie alt sie sind, wo sie gespeichert sind oder in welchem Format sie vorliegen. Anbeiter wie Hortonworks bieten ihren Kunden beispielsweise Architekturen auf Hadoop-Basis an, da es verschiedene Vorteile bietet:
Im Einzelhandel beschränkte man sich lange auf die Analyse des Warenkorbes als Kontrolle der Verkäufe, um den Warenbestand zu regulieren. Die Verfügbarkeit neuer Daten wie z.B. GPS-Geo-Ortungsdaten bei Smartphones erlaubt außerdem die Analyse des Verhaltens der Kunden und Bewegungspfade im Laden. Dies ermöglicht wiederum die Gestaltung des Warenangebotes, um die häufigsten Zugriffskanäle optimal zu nutzen.
Neue Anwendungen infolge der erhöhten Verfügbarkeit von Daten finden sich auch im Facility Management. Früher wurden hier Daten vorwiegend dazu genutzt, um die Temperatur im Gebäude gleichbleibend zu halten. Durch neue Datenquellen besteht die Zielsetzung heute darin, die Klimatisierung nur dann zu aktivieren, wenn sich Mitarbeiter über ihre Chipkarte Zugang zum Gebäude verschaffen und in leerstehenden Teilen des Gebäudes können Beleuchtung und Klimatisierung dann vollständig ausgeschaltet bleiben. Dasselbe System kann auch die Temperatur in den einzelnen Büros auf exakt den Wert einstellen, den der betreffende Mitarbeiter gewöhnlich bevorzugt, so dass hier zusätzlich zu einer (kostensparend) vorausschauenden Regelung auch ein hoher Komfort gewährleistet wird.
* Der Autor Jim Walker ist Director of Product Marketing bei Hortonworks und spezialisiert auf Open-Source-Geschäftsmodelle sowie die Weiterentwicklung und Integration von Apache Hadoop.
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