Big Data

Daten ebnen den Weg zur Hochleistungsorganisation

People und Org Analytics könnten helfen, eine Arbeitswelt zu schaffen, in der Mitarbeiter ihr Bestes geben. Warum manche noch zögern, erläutert Joachim Rotzinger, CEO des Lösungsanbieters Ingentis, im Kommentar.

Herr Rotzinger

Der Wirtschaftsingenieur Joachim Rotzinger befasst sich mit der Frage, wie und mit welchen Herangehens­weisen und Tools es Unternehmen gelingt, das Potenzial zu heben, das in den Menschen und in der Organisation schlummert.

Verhalten und Leistung von Mitarbeitern hängen nicht nur an deren persönlicher Einstellung, an ihren Skills und ihrer Einsatzbereitschaft. Sie sind immer auch vom Umfeld abhängig, in dem gearbeitet wird, lehrt uns die Organisationspsychologie schon lange. Deshalb gilt: Wie wir unsere Unternehmen und Teams aufstellen, bestimmt maßgeblich darüber, was dort geleistet wird. Beschäftigen wir die richtigen Menschen an den richtigen Stellen? Haben wir die nötigen Kompetenzen für heute und morgen? Wer berichtet an wen und reicht das aus? Sind unsere Abteilungen effektiv geschnitten? Gibt es geeignete Mitarbeiter aus den eigenen Reihen, wenn Leistungsträger in den Ruhestand gehen? Wie hoch ist die Wechselbereitschaft in gewissen Unternehmensbereichen? Und ermöglicht die Führungsspanne den Managern, ihren Job auch ordentlich zu machen?

Fundierte Antworten auf all diese Fragen sind der Schlüssel zu einer Organisation, in der Menschen bestmöglich wirksam werden. An dieser Stelle kommt die Disziplin People und Org Analytics ins Spiel. Verfügbarkeit und gute Pflege vorausgesetzt verknüpfen entsprechende Software-Lösungen HR- und Organisationsdaten aus verschiedenen Quellen – beispielsweise aus gängigen Personalsystemen, Mitarbeiterverzeichnissen, Umfragen und vielem anderen mehr – miteinander und visualisieren diese in einer Weise, die auch für den Datenlaien anschaulich macht, an welchen Stellschrauben gedreht werden muss.

Häufig ein Trugschluss

Wenn das alles aber so offenkundig machbar und von Wert ist, fragt man sich, warum manche Unternehmen immer noch zögern, dieses Potenzial für bessere Organisation und leistungsförderliche Arbeitswelten zu heben. Dafür gibt es gute und weniger gute Gründe. Verbreitet ist die Sorge, dass die Daten nicht verfügbar seien. Das ist häufig ein Trugschluss. Auch fehlt oft das nötige Know-how aufseiten der IT-Fachleute. Schulungen beheben das. Nicht zu unterschätzen sind auch die rechtlichen Herausforderungen. Denn People und Org Analytics operieren mit teilweise sensiblen Daten, die hohe Anforderungen an den Arbeitnehmerdatenschutz und die Mitbestimmung richten. Aber auch das ist lösbar.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 10/2023. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Unakzeptabel dagegen ist, dass Entscheider häufig immer noch mehr ihrem Bauch vertrauen als dem, was ihnen Daten aus dem eigenen Unternehmen sagen könnten. Eine generelle Skepsis gegenüber dem Einsatz von Technologien im HR-Bereich tut ihr Übriges. Diese Vorbehalte können sich Unternehmen nicht länger leisten – zumal People und Org Analytics dazu beitragen, eine Arbeitswelt zu bauen, in der Mitarbeiter, die ihr Bestes geben wollen, es auch geben können.

Bildquelle: Ingentis

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