42 Systeme in Private Cloud von Lufthansa Systems ausgelagert

Datenschutz im Fokus

Eurowings lagerte 42 Systeme in eine Private Cloud der Lufthansa Systems aus, wobei es der Fluggesellschaft insbesondere um Datenschutz ging und dass sich das Rechenzentrum des Dienstleisters im europäischen Rechtsraum befindet.

Flugzeug, Bildquelle: Eurowings

Eurowings, eine Fluggesellschaft im Regionalverbund der Deutschen Lufthansa, hat 42 Systeme ausgelagert.

Die Frage nach Sicherheit und Compliance ist zentral, wenn es um Cloud Computing geht. Entscheidend ist, diese wichtige Frage richtig zu stellen. Das bedeutet, für alle Datenbestände und Anwendungen, die in die Cloud ausgelagert werden sollen, die Relevanz im Sinne ihres Schutzbedarfes zu klären. Software, die einzigartige, ein Unternehmen vom Wettbewerb differenzierende Geschäftsprozesse unterstützt, Daten, die ein Unternehmen alleinstellen, sowie personenbezogene Daten wie Alter und Geschlecht oder Kreditkartendaten gehören in eine Private Cloud. Weniger sensible Daten und Anwendungen mit einem geringeren Schutzbedürfnis können dagegen über Hybrid- oder Public-Cloud-Lösungen günstiger bereitgestellt werden. Erst dann lassen sich die Vorteile Effizienz, Flexibilität, Skalierbarkeit und Kosteneinsparungen des Cloud Computing richtig nutzen. Für diese Analyse ist die Unterstützung durch einen Berater hilfreich, der über das erforderliche IT-Know-how, Prozesswissen, Branchenkenntnisse und Projekterfahrung verfügt.

Eurowings, eine Fluggesellschaft im Regionalverbund der Deutschen Lufthansa, hat 42 Systeme ausgelagert. Dazu gehören alle zentralen Anwendungen für den Flugbetrieb – besonders geschäftskritische Anwendungen also – sowie die Basis und der Applikationsbetrieb für SAP mit allen Modulen. Thomas Muth, Vice President Information Technology bei Eurowings, sah diese Systeme daher in der Private Cloud seines IT-Dienstleisters Lufthansa Systems am besten aufgehoben. Sein Hauptbeweggrund war dabei allerdings weniger die physikalische Datensicherheit, die Muth bei renommierten Anbietern voraussetzt. Folgendes Kriterium war viel wichtiger: Das Rechenzentrum sollte im europäischen Rechtsraum stehen, damit europäischer Datenschutz gilt.

Der Private-Cloud-Ansatz ist aber unter Kostengesichtspunkten unter Druck geraten. Der Preis für Speicherplatz und Rechenleistung sinkt bei den Anbietern großer Public Clouds immer weiter. Dieser Entwicklung kann der Unternehmensbereich durch den Austausch von Hardware nur sehr schwer folgen. Die IT-Dienstleister haben daher Lösungen entwickelt, bei denen Public-Cloud-Komponenten in Private-Cloud-Angebote integriert werden, um weiterhin die nötige Sicherheit der Daten zu gewährleisten und den Kunden dennoch Preisvorteile bieten zu können. Das Ergebnis ist die sogenannte Hybrid Cloud.

An die Bedürfnisse angepasst

Neben der Bereitstellung von Daten und Anwendungen für den allgemeinen Geschäftsbetrieb stehen Unternehmen immer wieder vor Situationen, in denen ein erhöhter Bedarf an Rechenleistung oder Speicherplatz entsteht, etwa für Testszenarien. Eine kurzfristige Bereitstellung solcher Ressourcen für ein bestimmtes Projekt ist aus Betriebsstrukturen, die auf hohe Verfügbarkeit und Sicherheit ausgerichtet sind, nur bedingt möglich. In solchen Fällen spielen Public-Cloud-Angebote ihre Stärken aus. Sie können über ein Portal als self-managed Service abgerufen werden. Dies ermöglicht einen schnellen Zugriff auf die Ressourcen, deren Umfang und damit Kosten der Kunde selbst bestimmt. Auch für Public Clouds ist eine entsprechende Sicherheit möglich. Lufthansa Systems unterstützt dies in ihrem Angebot, indem die Infrastruktur zur Vorhaltung und Verarbeitung der Daten im Rechenzentrum (RZ) in Kelsterbach und damit im deutschen Rechtsrahmen bereitgestellt wird. Kunden können ihre zum Teil sensiblen Testdaten in der Public Cloud bereitstellen, verarbeiten und nach Abschluss wieder löschen. Für den Schutz der Daten durch Firewalls oder ähnliche Systeme sind Kunden eigenverantwortlich und können diese in ihrem virtuellen RZ angepasst auf ihre Bedürfnisse einsetzen. Darüber hinaus können durch Methoden wie „Tokenization“, die Maskierung realer Daten durch sogenannte Token, die keine Rückschlüsse auf die Originaldaten zulassen, trotz enger Regularien Public-Cloud-Angebote genutzt werden.

Eine genaue Analyse ist letztlich der Schlüssel für die passende Cloud-Lösung, die dazu beiträgt, die IT-Anforderungen kostengünstig und flexibel zu erfüllen und zugleich Sicherheit und Compliance berücksichtigt.

 

Eurowings
Als 100prozentige Konzerngesellschaft der Deutschen Lufthansa AG ist die Eurowings neben Lufthansa Cityline und Air Dolomiti Mitglied im Verbund Lufthansa-Regional. Eurowings operiert im Auftrag von Lufthansa sowie Germanwings und bietet ihren Kunden den gewohnten Standard, der sich in Ausstattung und Komfort der Flugzeuge, im Service an Bord und nicht zuletzt im engagierten und professionell ausgebildeten Personal widerspiegelt. Mit einer jungen Flotte von 23 modernen Regionaljets des Typs CRJ900 können von den Einsatzstandorten Düsseldorf und Hamburg mehr als 50 nationale und europäische Destinationen innerhalb des Lufthansa- und Germanwings-Streckennetzes direkt erreicht werden. Derzeit beschäftigt das Unternehmen über 800 Mitarbeiter, davon ca. 550 in Cockpit und Kabine sowie knapp 300 in der Technik und Verwaltung.
Im Internet: www.eurowings.de

 

Bildquelle: Eurowings

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