Unternehmen benötigen jederzeit direkte Einsicht in und unmittelbaren Zugriff auf alle ihre Daten - Anwendungs- und Datensilos erschweren diese Aufgabe jedoch. Die Einrichtung einer Smart Data Fabric soll helfen und dem Datenpotenzial Tür und Tor öffnen.
Mit der fortschreitenden Digitalisierung nimmt die Menge an zu verarbeitenden Daten stetig zu. Branchenübergreifend stehen Unternehmen vor der Herausforderung, diese Informationsflut optimal zu nutzen. Darüber hinaus benötigen Unternehmen jederzeit direkte Einsicht in und unmittelbaren Zugriff auf alle ihre Daten, damit sie in der Lage sind, fundierte Entscheidungen auf Basis umfassender und relevanter Informationen zu treffen und damit datengetriebene Geschäftsmodelle erfolgreich umzusetzen. Anwendungs- und Datensilos erschweren diese Aufgabe jedoch, da die Informationen nicht unmittelbar miteinander verknüpfbar sind. Dadurch lässt sich nicht der maximale Nutzen aus den eigenen Daten ziehen. Um dem entgegenzuwirken, etabliert sich nun mit dem Konzept der Smart Data Fabric ein neues Ideal für das Datenmanagement.
Eine (Enterprise) Data Fabric schafft in der IT-Architektur eines Unternehmens die nötigen Brücken zwischen den unterschiedlichen Speicherorten und gewährleistet damit die für datengetriebene Prozesse notwendige Interoperabilität. Wichtig dabei: Die Data Fabric baut auf der bestehenden IT-Infrastruktur auf. Eine aufwendige Neugestaltung – ein sogenanntes Rip and Replace – ist somit nicht notwendig. Über die neue Struktur ist es nicht nur möglich, Daten schnell aus internen und externen Quellen zusammenzuführen, sondern diese gleichzeitig auch zu bereinigen und zu harmonisieren. All das erfolgt unabhängig davon, aus welcher Quelle die Daten stammen, welches Übertragungsprotokoll sie haben und in welchem Format sie vorliegen. Das ist gerade hinsichtlich der zunehmenden parallelen Nutzung von On-Premise-, Hybrid-Cloud- und Cloud-Infrastrukturen von entscheidender Bedeutung und erleichtert die Einbindung und Auswertung von Informationen aus externen Quellen. Diese Fähigkeit zur gleichzeitigen Aufnahme und Verarbeitung von Daten ist der Schlüssel dafür, alle eigenen Informationen unmittelbar zu akkumulieren, zu analysieren und anzuwenden. Dementsprechend nennt das Marktforschungsunternehmen Forrester Research das Resultat der Data Fabric eine zentrale, vertrauenswürdige und umfassende Ansicht auf alle Daten in einem Unternehmen. Herkömmliche Lösungen für das Datenmanagement wie ein Data Warehouse, Data Virtualization oder ein „Data Lake“ sind in ihrer Leistungsfähigkeit dagegen limitiert, da sie nicht dazu konzipiert wurden, Informationen über alle Datenquellen und -formate hinweg zeitnah miteinander zu vereinen und übergreifend nutzbar zu machen. Im Gegensatz dazu erfüllt die Data Fabric alle Anforderungen, die Unternehmen an ein modernes Datenmanagement stellen.
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Das Konzept der Data Fabric lässt sich aber noch weiter ausbauen. Ihre Weiterführung ist die Smart Data Fabric, die sich zusätzlich durch integrierte Funktionen für die Analyse von Daten und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen auszeichnet. Demgemäß können bei ihr alle Daten unmittelbar analysiert und angewendet werden. Die Grundlage für das Vorgehen ist ein Hybrid Transactional/Analytical Processing (HTAP), das in jedem Anwendungsfall eine sehr hohe Leistung und Effizienz für Multi-Workloads in Echtzeit garantiert. Unternehmen sind dadurch in der Lage, historische und aktuelle Daten direkt miteinander zu kombinieren, um unkompliziert in Echtzeit neue Analysen durchzuführen und fundierte Entscheidungen schneller zu treffen sowie zukünftige Entwicklungen durch Predictive Analytics besser zu antizipieren. Zugleich löst die Smart Data-Fabric die Herausforderung von Unternehmen, mit der stetig wachsenden Menge an Daten umzugehen. Auch die Smart Data Fabric lässt sich einfach in die bestehende IT-Infrastruktur integrieren und flexibel vertikal wie auch horizontal skalieren, etwa wenn ein Unternehmen wächst.
Durch eine Smart Data Fabric, wie sie etwa die Datenplattform Intersystems Iris schafft, erhalten Unternehmen dank der zentralen Sicht auf alle Daten im Unternehmen eine umfassende Transparenz. Diese Single Source of Truth (SSOT) ermöglicht neben Data Discovery und Data Lineage auch eine informative Cockpit- oder Dashboard-Darstellung aller Prozesse in einem Unternehmen. Vergleichbar ist das mit den Displays im Cockpit eines Flugzeugs. Ein Pilot liest von ihnen Werte für seine Arbeit ab und empfängt über sie Alarme, die vor Zwischenfällen warnen und Korrekturmaßnamen vorschlagen. Die Daten dazu interpretiert er jedoch nicht selbst, sondern diese werden automatisch in Echtzeit kombiniert und analysiert. Eine solche Übersicht ist als Unterstützung für das eigene Handeln auch Unternehmen zu empfehlen. Eine größere einheitliche Datenbasis fördert zudem die interne Forschung. Mehr Informationen zur Verfügung zu haben, stößt potenziell neue Entwicklungen rund um die eigenen Produkte und Dienste an, weil Optimierungsmöglichkeiten schneller erkannt und Absatzpotenziale schneller identifiziert werden können.
Zudem kann die Smart Data Fabric die Komplexität der IT-Infrastruktur eines Unternehmens reduzieren, wenn Altsysteme zur Datenhaltung abgelöst werden können, was sowohl den Betrieb und die Wartung vereinfacht als auch die deren Kosten senkt. Zugleich können Unternehmen weiterhin einen Mehrwert aus ihren früheren Investitionen in die IT-Infrastruktur ziehen. Darüber hinaus lässt die weitgehende Automatisierung des Datenmanagements eventuelle Ineffizienzen im Workflow verschwinden. Hinzu kommt, dass sich die Smart Data Fabric positiv auf die Erfüllung der Anforderungen aus dem Bereich Data Governance auswirkt. Sie reduziert maßgeblich das Risiko eines Verstoßes gegen innerbetriebliche Vorgaben und/oder gesetzliche Vorschriften, denn das Datenmanagement wird zentral durchgeführt und kontrolliert. Ebenso lassen sich dadurch neue gesetzliche Regularien schnell realisieren.
Für die erfolgreiche Umsetzung der Smart Data Fabric benötigen Unternehmen eine moderne Datenplattform, die in der Lage ist, Informationen übergreifend aus allen Legacy-Systemen zusammenzuführen. Sie muss sich daher zum einen durch eine erstklassige Performance, Interoperabilität, freie und flexible Skalierbarkeit sowie Sicherheit auszeichnen. Zum anderen verwendet die Lösung integrierte Funktionen für die Analyse von Daten und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen. Wenn die Smart Data Fabric einmal eingerichtet ist, steht der Digitalen Transformation nichts mehr im Weg und das Potenzial der eigenen Daten kann für den zukünftigen Geschäftserfolg genutzt werden.
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