Umstieg auf PaaS-Lösungen

Delegieren lernen

IT-Experten im E-Commerce eint eines: die Angst vor dem Loslassen. Der Wechsel von On-Premise-Lösungen hin zu Platform as a Service (PaaS) geht ­oft mit dem Gefühl eines Kontrollverlusts einher.

PaaS-Lösungen

Auf PaaS vertrauen: Was zunächst wie ein Kontrollverlust scheint, führt am Ende zu freien Kapazitäten.

Grundsätzlich steht die Kundenzufriedenheit bei Unternehmen an erster Stelle. Um einen erst­klassigen Service und Support zu ermöglichen, ist die Bereitstellung von Webanwendungen und ­-diensten, die auf dem aktuellsten technologischen Stand sind, ein ­wichtiger Faktor. E-Commerce-Unternehmen können dies gewährleisten, indem Prozesse durch eine PaaS-Lösung vereinfacht werden: Die angebotenen Services bein­halten häufig alles, was für den Betrieb einer E-Commerce-Plattform relevant ist. So wird die Komplexität für Entwickler ver­ringert, die sich damit auf das ­fokussieren können, was für sie zählt: die Weiterentwicklung und Skalierung des Business. Was zunächst wie ein Kontrollverlust scheint, führt somit am Ende zu freien Kapazitäten, die einen besseren Fokus auf das eigentliche Geschäft ermöglichen, nämlich das Unternehmen durch Innovation voranzutreiben.

Die am Markt vertretenen PaaS-Interpretationen sind vielfältig und es liegt ihnen kein einheitlich definiertes Verständnis zugrunde. Was also zeichnet eine gelungene PaaS-Lösung aus? Ein gutes System stellt für Unternehmen einen Rundum-sorglos-Service dar. Unternehmen erhalten eine IT-Umgebung, in der sie neue Anwendungen kreieren, testen und betreiben können, ohne Zeit und Geld in eine Infrastruktur investieren zu müssen. Der Dienstleister übernimmt die Installation, Wartung und Pflege von Infrastruktur und Software und liefert das Hosting gleich mit. ­Sicherheits-Updates kommen ­regelmäßig und müssen von Entwicklerteams nur noch implementiert werden. Sich Gedanken um lästige Themen drumherum ­machen, die einem Händler häufig auch noch fremd sind? Passé. Es kommt alles aus einer Hand.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 7-8/2021. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Die Abrechnung erfolgt nutzungsabhängig: Bei einem niedrigen Ressourcenverbrauch sind die ­Kosten dementsprechend gering. Werden mehr Ressourcen benötigt, können diese dem Kunden dynamisch zugewiesen und nach tatsächlichem Verbrauch berechnet werden. Durch die einfache Skalierbarkeit von PaaS-Applikationen im laufenden Betrieb ist eine schnelle Anpassung an wechselnde Auslastungen gewährleistet. Als Cloud-basiertes Tool funktioniert die Anwendungsentwicklung ortsunabhängig. Zeitgleich stellt PaaS Entwicklungs-Tools zur Verfügung, durch die der hohe Zeitaufwand für die Codeprogrammierung reduziert werden kann. Beteiligte Entwickler können so von jedem Standort via Internet auf die Daten in der Cloud zugreifen und den Entwicklungsprozess beschleunigen. Nicht zuletzt ­ermöglicht es PaaS den Unter­nehmen, eine IT-Umgebung zu kre­ieren, in der sie neue Anwendungen ausprobieren und betreiben können, ohne extra Zeit und Geld in eine Infrastruktur inves­tieren zu müssen.

Fest ins eigene Netzwerk integrierte On-Premise-Lösungen hatten über Jahre ihre Berechtigung, doch PaaS-Lösungen wie etwa von Oxid Esales bilden eine attraktive Alternative, da Unternehmen die Installation und Administration durch den Plattformanbieter abgenommen wird. Entscheiden sich IT-Experten im E-Commerce also, administratorische Verantwortung abzugeben, bleibt am Ende mehr Zeit für das Wesentliche.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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