Frank Ruge, Director Sales für Zentraleuropa bei Infoblox
IT-DIRECTOR: Herr Ruge, welche Art von Managed Services werden derzeit von Großunternehmen und Konzernen am meisten nachgefragt?
F. Ruge: Derzeit werden meiner Erfahrung nach schwerpunktmäßig Managed LAN-, WAN-, WLAN-, Unified-Communications- und Security-Services nachgefragt. Dazu gehören ebenfalls Managed DNS/DHCP und IP-Adress-Management. In der Regel sieht man ein Management der Komponenten, die in den Büchern des Arbeitgebers verweilen. Gemanagte Dienste mit Asset-Bereitstellung durch den Arbeitnehmer bleiben die Ausnahme.
IT-DIRECTOR: Aus welchen Gründen entscheiden sich größere Kunden für den Bezug von Managed Services?
F. Ruge: Der wichtigste Grund ist in der Regel der Personalmangel. Ein weiterer Beweggrund ist häufig, dass Unternehmen ihren Fokus auf höherwertige Dienste legen und sich daher für Managed Services entscheiden.
IT-DIRECTOR: Worauf kommt es den Kunden bei der Auswahl von Managed-Services-Providern momentan besonders an?
F. Ruge: Die wichtigsten Auswahlkriterien für Kunden bei Managed-Services-Providern sind Customizing, Service Level Agreements sowie Shared Access.
IT-DIRECTOR: Welche Vertragslaufzeiten sind die Regel?
F. Ruge: Die Vertragslaufzeiten umfassen meistens zwölf bis 60 Monate, in der Regel sind es 36 Monate.
IT-DIRECTOR: Was sind die wichtigen Vertragsinhalte bzw. Service Level Agreements?
F. Ruge: Am wichtigsten für Kunden sind die Verfügbarkeit, aber auch die Wiederherstellungszeit bei einem Ausfall.
IT-DIRECTOR: Wie ist das Vertragsende – beispielsweise die Übergabe zurück ins Anwenderunternehmen oder an einen anderen Managed-Services-Provider – geregelt?
F. Ruge: Leider ist das Vertragsende aktuell noch ungenügend geregelt. Hier gibt es noch Handlungsbedarf bei den Managed-Services-Providern.