Multi-Cloud-Management

Den Workload im Griff

Unternehmen bauen fortwährend ihre Cloud-Ressourcen aus. Eine Lösung für effizientes Workload- und Multi-Cloud-Management erhöht dabei die Transparenz und verringert den Verwaltungsaufwand.

Gewichteheber

Power gefragt: Moderne Anwendungen können für eine hohe Auslastung der IT-Infrastruktur sorgen.

Weltweit lagern Unternehmen weiterhin kontinuierlich Prozesse in die Cloud aus. Häufig kommen dabei verschiedene Cloud-Plattformen zum Einsatz. Die Public und Private Clouds werden meist bei unterschiedlichen Anbietern oder zusätzlich lokal On-Premise gehostet. IT-Professionals bündeln die dabei entstehenden Workloads in einem Business-Prozess oder auch einer Anwendung in der Cloud. Ein interaktives Dashboard für Applikationen, Workload Management, Compute, Speicher und Netzwerke behält dabei alle Prozesse im Blick.

Workloads können dabei auf unterschiedlichen Orten einer hybriden Cloud-Plattform verteilt und trotzdem Teil einer gemeinsamen Anwendung sein. Das erhöht die Flexibilität enorm. Um den Verwaltungsaufwand gering zu halten, kommt ein intelligentes Workload-Management zum Einsatz. Diese Funktionseinheiten können mit Hilfe des Managements quasi selbst bestimmen, ob sie in der Private oder Public Cloud ausgeführt werden sollen – und entsprechend selbstständig die Umgebung wechseln. Dank „Intelligent Workload Optimization“ (IWO) sind sie in der Lage, eigenständig Computing-Ressourcen zu verwalten und zu belegen.

Verwaltungskomplexität wächst

Den konkreten Bedarf an Flexibilität im Cloud-Computing-Bereich zeigt eine Studie von IDC im Auftrag von Cisco. Zum einen sind Multi-Cloud- und Hybrid-Cloud-Implementierungen heute die Norm für Unternehmen. Weniger als ein Drittel der Befragten beschreiben ihren Cloud-Ansatz demnach als „Single Cloud“. Dazu kommt, dass 88 Prozent der Unternehmen mit zwei oder mehr Cloud-Dienstleistern zusammenarbeiten. Im Durchschnitt sind es sogar 16 Dienstleister.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 1-2/2021. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Zum anderen ist der Migrationsbedarf, der in der Cloud gehosteten Anwendungen nach wie vor hoch. IDC erwartet, dass nur jede zweite Anwendung (rund 50 Prozent) langfristig an ihrer jetzigen Hosting-Location bleiben. Zudem sind sie stark vernetzt: Bei jeder Geschäftsanwendung bestehen Abhängigkeiten mit vier bis acht weiteren Anwendungen. Unternehmen und Organisationen sind also gezwungen, auf Lösungen zurückzugreifen, die ihren Management-Aufwand deutlich reduzieren.

Sekundenschnelle Infrastruktur-Updates

Diese Erfahrung hat z.B. auch der weltweit tätige Stahlproduzent Arcelor Mittal gemacht: Bei dem Tochterunternehmen Arcelor Mittal Temirtau war der Aufwand für Management von über 100 Servern besonders hoch. Ziel war die Reduzierung der Komplexität bei der Einführung neuer Services, die Verringerung der Ausfallzeiten für geschäftskritische Anwendungen und zugleich die Erhöhung der Stabilität und Zugänglichkeit für Anwender. Cisco hat hier Abhilfe geschaffen. Die Installationszeit für neue Dienste wurde von Stunden auf Minuten reduziert, die Wiederherstellungszeit von zwei Tagen auf zwei Stunden verringert. Updates der Infrastruktur sind nun innerhalb von Sekunden möglich, ohne dass es dabei zu Unterbrechungen für die Anwender kommt.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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