Kommentar von Roland Hamann, Keynectis-Opentrust

Des einen Freud’ ...

Kommentar von Roland Hamann, Regional Director Central & Eastern Europe bei Keynectis-Opentrust

Roland Hamann, Keynectis-Opentrust

Roland Hamann, Keynectis-Opentrust

Des einen Freud’ ist des anderen Albtraum – wie so oft im richtigen Leben, so auch in der IT. Mitarbeiter erfreuen sich an flexiblen Arbeitszeiten, virtuellen Büros oder Mobilität. Doch die Sicherheitsverantwortlichen raufen sich die Haare. Wie sollen sie die Integrität der IT garantieren, wenn nichts mehr statisch ist, jeder das Gerät benutzt, das er eben möchte, und eine Menge Leute im Unternehmen ein- bzw. ausgehen und auf Ressourcen zugreifen?

In einer zunehmend vernetzten Welt ist das Internet die bevorzugte Methode, um auf Informationen und Anwendungen zuzugreifen. Klassische Perimeter-Sicherheitslösungen sind für interne Nutzer in einer Corporate-Infrastruktur konzipiert. Mit diesem Ansatz ist es nur schwerlich möglich, Sicherheitskonzepte zu etablieren, die den verschiedenen Nutzergruppen kontrollierten Zugriff auf Anwendungen und Informationen geben.

Zudem ist mittlerweile Mobile Computing omnipräsent und verändert die Sicherheitsanforderungen zusätzlich. Die Welt erlebt den Wandel von traditionellen „Physical Networks“ hin zu „Logical Networks“. Der kontrollierte Zugriff kann hier nur über die Identität des einzelnen Nutzers und Gerätes erfolgen. Voraussetzung hierfür ist, dass Konzepte für vertrauenswürdige Infrastrukturen, Devices und User etabliert werden. Dies kann nur auf Basis von 802.1x-Protokollen und X509-Zertifikaten geschehen. So können System- und Datenverschlüsselungskonzepte erarbeitet, Mitarbeitern via Smartcard Log-in-spezifische Zugriffsrechte erteilt und externen Nutzer selektiver Zugriff gewährt werden. Auch die gegenwärtig noch quälende Passwortproblematik für den Zugriff auf Dutzende von Informationssystemen wird auf diese Weise weitgehend gelöst.

Allerdings ist das nur die eine Seite der Medaille. Insgesamt lässt sich den wachsenden Anforderungen an die Abwehr von Bedrohungen, Datenraub oder ungewollten Manipulationen nur mit einer umfassenden vertrauensbasierten Infrastruktur, bekannt als Public Key Infrastructure (PKI), begegnen. Ist ein „Trusted Ecosystem“ einmal etabliert, können weitere Themen angepackt werden, die z.B. in die Rubrik „Sicherer Datenaustausch“ zwischen den verschiedenen Benutzergruppen fallen. Der Vorteil: Das Konzept kann Schritt für Schritt eingeführt werden. Das somit etablierte Identity Management wird dann im Mittelpunkt stehen und ein hohes Maß an Sicherheit und Flexibilität bieten.

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